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Kriminalität

Weiterer Inzest-Fall in Bayern: 400 Mal Sex mit Töchtern

In Bayern kommt ein weiterer Inzestfall ans Licht: Ein 46-Jähriger in Schwaben muss sich vor Gericht verantworten. Er soll mit seinen Töchtern jahrelang Sex gehabt haben.

Memmingen. Eine der jungen Frauen brachte zwei Kinder ihres Vaters zur Welt. Vom kommenden Dienstag an (20. September) steht der Mann unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener vor dem Landgericht Memmingen (- Az: 220 Js 11695/10).

Von April 2006 bis Juni 2010 soll er laut Anklage knapp 400 Mal Sex mit den jungen Frauen gehabt haben. Zuvor hat ein Inzestfall in Mittelfranken für Aufsehen gesorgt. Dort ist noch unklar, wann sich der 69 Jahre alte Vater vor Gericht verantworten muss. Der Mann sitzt seit einem halben Jahr in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag Anklage wegen Vergewaltigung in 497 Fällen erhoben.

In dem neu bekannt gewordenen Fall in Schwaben war eine Tochter zu Beginn der angeklagten Taten 16 Jahre alt, ihre ältere Schwester bereits volljährig. Aus Angst vor dem Vater gingen beide nicht zur Polizei. Die Taten, deretwegen sich der 46-Jährige nun vor Gericht verantworten muss, wurden im Landkreis Günzburg und im oberbayerischen Neuburg a.d. Donau begangen.

Fast 200 Mal schlief er mit seiner jüngeren Tochter. Von Februar 2009 an hatte er mit der heute 24 Jahre alten Tochter ebenfalls knapp 200 Mal Sex - sie erlitt eine Fehlgeburt und brachte im vergangenen Jahr einen Jungen zur Welt. Es war bereits ihr zweites Kind vom Vater, das erste bekam sie bereits 2006. Diese früheren Taten werden nach Angaben des Gerichts allerdings nicht mehr geahndet, weil der "Beischlaf zwischen Verwandten" nach fünf Jahren verjährt ist. dpa


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