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Panorama Videonews: Wochenende bringt Schnee und Sturm
Nachrichten Panorama Videonews: Wochenende bringt Schnee und Sturm
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18:52 07.01.2010
Es wird glatt: Am Wochenende gibts noch einmal Schnee Quelle: ap
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„Das Problem werden die Verwehungen sein, nicht die Schneemengen“, sagte Martin Jonas vom Deutschen Wetterdienst am Donnerstag. Auch in den meisten anderen Teilen Europas herrscht weiterhin strenger Winter. Im Tunnel unter den Ärmelkanal blieb erneut ein Eurostar-Zug stecken.

„Es kann örtlich kritisch werden, aber die Welt geht nicht unter“, sagte Jonas zur Situation in Deutschland. Bei Höchsttemperaturen von minus 1 bis minus 6 Grad soll ein unangenehmer Nordost-Wind blasen. Am Samstag kann er laut DWD nördlich einer Linie Würzburg - Kaiserslautern 75 Stundenkilometer erreichen und auf den Bergen noch kräftiger sein.

Bereits ab Freitag bestehe deshalb wegen Schneeverwehungen regional Unwettergefahr, warnten die Meteorologen. Am Sonntag sollen die Schneefälle nachlassen. Insgesamt komme der Süden glimpflicher davon. Die Niederschläge fielen insgesamt geringer aus, weil das Tief „Daisy“ eine südlichere Bahn einschlage als zunächst erwartet, sagte Jonas. Auch in der nächsten Woche sei kein durchgreifender Wetterumschwung in Sicht.

Die Zahl der erfrorenen Obdachlosen in Deutschland stieg auf zehn. Bei dem zehnten Toten handelt es sich um einen bereits Anfang Dezember gestorbenen Obdachlosen, wie die BAG Wohnungslosenhilfe mitteilte.

Bahn hält Hilfsloks bereit


Die Bahn rüstet sich mit zusätzlichen Einsatzkräften und technischem Material. Es könnten bei Bedarf mehr Schneeräumkräfte und Instandhaltungstrupps eingesetzt werden, sagte ein Sprecher. Räumfahrzeuge für die Schienen stünden ebenso bereit wie zusätzliche Hilfsloks für den Fall, dass Züge steckenblieben.

Viele Kommunen in Deutschland sorgen sich wegen des Mangels an Streusalz. Die Stadt Wiesbaden rief die Autofahrer auf, ihren Wagen möglichst stehen zu lassen. In der hessischen Landeshauptstadt werde wie in anderen Städten und Regionen das Taumittel knapp. In Bremen kann wegen der hohen Schneeberge am Straßenrand der Müll nicht mehr ordnungsgemäß abgefahren werden.

Die Verkehrsclubs riefen die Autofahrer zu besonderer Wachsamkeit, Vorsicht und Eigenverantwortung auf. Der AvD wies darauf hin, dass starke Schneefälle innerhalb weniger Stunden Verkehrsschilder bedecken und teilweise verschwinden lassen können. Doch müssten die meisten Schilder dennoch beachtet werden. ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner riet zur Gelassenheit. Generell sei es besser, bei anhaltendem Schneesturm auf Autofahrten zu verzichten.

Die Kältewelle trieb den Dieselpreis auf durchschnittlich 1,18 Euro pro Liter, den höchsten Stand seit 14 Monaten.

Küsten frieren zu


In Norddeutschland frieren Schifffahrtswege und Küsten zu. In der Nordzufahrt nach Stralsund liege bis zu 15 Zentimeter dickes Festeis, im Hafen Wismar etwa zehn Zentimeter, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrogrphie (BSH) mit. Eisbrecher seien im Einsatz. Auf dem Mittellandkanal zwischen Rheine und Magdeburg sind über eine Strecke von 318 Kilometern fünf Eisbrecher im Einsatz.

In Südengland waren nach heftigen Schneefällen am Donnerstag noch 4.000 Menschen ohne Strom. Unter dem Ärmelkanal blieb erneut ein Eurostar liegen, der nach Großbritannien geschleppt werden musste. Er erreichte London drei Stunden später, auch die nachfolgenden Züge waren verspätet. Ende Dezember waren gleich mehrere Züge liegengeblieben. Die Störung wurde damals damit begründet, dass ungewöhnlich trockener und feiner Pulverschnee in die Motoren gelangt und im Tunnel getaut sei. Für die neue Panne gab es zunächst keine Erklärung. apd

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