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Panorama Uni Göttingen tastet sich an die Sonne heran
Nachrichten Panorama Uni Göttingen tastet sich an die Sonne heran
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12:41 17.09.2010
Die Fotomontage zeigt die Raumsonde «Solar Probe Plus» auf dem rund 150 Millionen Kilometer weiten Weg zur Sonne. An der ersten Sonnen-Mission der NASA ist auch die Uni Göttingen beteiligt.
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Göttingen. Wissenschaftler der Universität Göttingen sind an der ersten Sonnen-Mission der NASA beteiligt. Wenn die US-Raumfahrtbehörde spätestens im Jahr 2018 die Raumsonde „Solar Probe Plus“ auf den rund 150 Millionen Kilometer weiten Weg zur Sonne schickt, soll sich auch Technik an Bord befinden, die vom Institut für Astrophysik entwickelt wurde.

Die Göttinger Wissenschaftler werden für die Software der Mission und für die Datenanalyse der an Bord installierten Weitwinkelkamera zuständig sein, teilte die Hochschule am Freitag mit. Die Kamera soll unter anderem erstmals Bilder des für die Erde bedeutsamen Sonnenwindes aus nächster Nähe einfangen.

„Mit der Mission betritt die NASA absolutes wissenschaftliches Neuland“, sagte der Göttinger Astrophysiker Volker Bothmer, der zum 15-köpfigen Team aus Wissenschaftlern und Technikern gehörte, das vier Jahre lang am Konzept für das Projekt gearbeitet hat. „Noch nie hat die Menschheit die Atmosphäre eines Sterns besucht“.

Die Raumsonde soll sich für den Flug zur Sonne den nötigen Schwung holen, indem sie innerhalb von sieben Jahren siebenmal an der Venus vorbeifliegt. Anschließend soll sie sich der Sonne auf etwa sechs Millionen Kilometer nähern.

Die Messungen an Bord sollen dann Aufschluss über zwei ungelöste Fragen der Astrophysik geben: „Warum ist die äußere Atmosphäre der Sonne heißer als deren sichtbare Oberfläche? Und welche physikalischen Prozesse erzeugen den Sonnenwind?

Antworten würden zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen des Weltraumwetters beitragen, sagte Bothmer. Denn die Erde ist ständig dem anströmenden Sonnenwind und seinen teilweise heftigen Böen ausgesetzt. Diese können nicht nur Polarlichter, sondern auch Störungen des Funkverkehrs und der Satellitennavigation sowie mitunter sogar Stromausfälle auslösen. dpa

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