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Panorama Umweltministerin mit Blitzantrag
Nachrichten Panorama Umweltministerin mit Blitzantrag
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10:49 29.12.2017
Die amtierende Umweltministerin Barbara Hendricks (l) und ihre Partnerin Valérie Vauzanges. Quelle: dpa
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Berlin

Politik kann ganz praktisch sein: Für Barbara Hendricks war der historische Bundestagsbeschluss zur Ehe für alle besonders folgenreich. Vor einem halben Jahr – am 30. Juni – schrieb das Parlament Geschichte und beschloss nach jahrzehntelangen Diskussionen, dass auch schwule und lesbische Paare heiraten dürfen – und zwar richtig. Die SPD-Politikerin und Bundesumweltministerin Hendricks fackelte danach nicht lange. Noch am gleichen Tag verkündete sie bei einer öffentlichen SPD-Veranstaltung am Brandenburger Tor den Plan, ihre Partnerin zu heiraten.

„Das war absolut spontan“, sagte die 65-Jährige. Nach den Reden mehrerer Parteikollegen habe sie sich einfach das Mikro gegriffen. „Genau genommen war das noch nicht der Antrag selbst, sondern nur die öffentliche Ankündigung, meiner Partnerin einen Heiratsantrag machen zu wollen.“ Und wie fand ihre Partnerin das? „Sie hat sich gefreut.“ Genau vier Monate später heirateten die beiden, nach sieben Jahren eingetragener Lebenspartnerschaft.

2013 hatte sich Hendricks geoutet und öffentlich gemacht, dass sie mit ihrer Partnerin zusammenlebt. „Das Wort Coming-Out trifft es eigentlich nicht, es war nicht geplant“, sagte Hendricks. „Meine Partnerin und ich hatten schon viele Jahre zusammen in Kleve gelebt.“ Ende 2013 habe sie mit einem Lokalredakteur ein Interview für einen Jahresrückblick gemacht. Da habe er auch nach ihren Silvesterplänen gefragt „und ich sagte eben, dass ich den Abend mit meiner Partnerin auf der Reichstagskuppel verbringen werde“, sagte sie. „Ich war einigermaßen überrascht, als Kolleginnen und Kollegen dort auf uns zukamen, um uns zu gratulieren. Wir hatten damals nicht damit gerechnet, dass das auf solch ein mediales Interesse stoßen würde.“

Eigentlich hatten Hendricks und ihre Partnerin andere Pläne: „Meine Frau und ich hatten uns überlegt, dass wir mal zusammen ins Theater oder ins Konzert gehen wollten, es dann ein Foto von uns gibt und die Sache damit erledigt ist“, sagte sie. „Nach dem Interview war es dann noch etwas schneller in der Welt.“

Von dpa/RND

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