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Panorama Uelzen: 40.000 Hühner qualvoll verendet
Nachrichten Panorama Uelzen: 40.000 Hühner qualvoll verendet
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16:27 28.07.2010
Riskant: Massentierhaltung Quelle: Archiv
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Der Sprecher des Landkreises Martin Theine bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Allgemeinen Zeitung“ in Uelzen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 10. Juli in Holthusen II, war aber zunächst nicht publik geworden.

Nach Angaben des Kreisveterinäramtes sollen die Tiere bei einem Kontrollgang des Betreibers am Nachmittag noch am Leben gewesen sein. Um 19.00 Uhr habe dieser dann alle Hühner leblos vorgefunden, berichtete der Kreissprecher. Die Veterinärmediziner stellten keine Verstöße gegen geltende Auflagen fest. Zu dem Unglück könnte ein nicht funktionierender Alarm auf das Handy des Landwirts beigetragen haben. Der wirtschaftliche Schaden soll bei 50 000 Euro liegen. Die Betreiberfamilie hat ein Gutachten in Auftrag gegeben.

„Solche industriellen Massentierhaltungen dürfen nicht mehr genehmigt werden“, forderte der agrarpolitische Sprecher der Grünen, Christian Meyer. „Das Land muss für bessere Haltungsbedingungen und mehr Kontrollen sorgen“, verlangte er.

Vom „Fluch der Massentierhaltung“ sprach Marianne König von den Linken. „Derartige Anlagen sind nicht tiergerecht, sondern Tierquälerei“, erklärte die Agrar-Expertin der Linken-Fraktion. „Dieser Vorfall ist auch ein Warnschuss für die vielen Mastanlagen, die im Umkreis des Schlachthofs Wietze entstehen.“ Trotz monatelanger Proteste von Anwohnern soll in Wietze (Kreis Celle) ein Geflügelschlachthof entstehen.

„Da sieht man mal wieder, wie riskant die Agrarindustrie ist“, hatte Eckehard Niemann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft bereits am Dienstagabend kritisiert. „Bei bäuerlicher Auslaufhaltung wäre das nicht passiert“, betonte er. dpa

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