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Ein Seismograph zeichnet die Erschütterung eines Erdbebens auf. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Ein Seismograph zeichnet die Erschütterung eines Erdbebens auf. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

Erdbeben

Zwei Menschen sterben bei Beben im Westen Griechenlands

Schrecken am Morgen in Westgriechenland: Die Erde bebt. Tausende Menschen rennen in Panik auf die Straßen. Zwei Frauen sterben. Erdrutsche und aufgerissene Straßen behindern den Verkehr.

Athen. Ein Seebeben hat den Westen Griechenlands erschüttert und zwei Menschenleben gefordert. Tausende Menschen waren am Dienstagfrüh in der Hafenstadt Patras und auf den Inseln des Ionischen Meeres auf die Straßen gelaufen, wie Medien berichteten.

Der Erdstoß war bis in den Nordwesten Griechenlands und in den höheren Stockwerken der Hauptstadt Athen zu spüren.

Eine Frau kam nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens im Dorf Athani auf der Insel Lefkas ums Leben. Ein großer Fels löste sich während des Erdbebens von einem Steilhang und traf die Mauer ihres Hauses. Die Mauer stürzte ein und verletzte sie tödlich. Eine andere Frau ist nach ersten Angaben der Polizei in ihrem Haus ums Leben gekommen, als es wegen des Bebens einstürzte.

Im Krankenhaus auf Lefka wurden vier Menschen mit leichten Verletzungen behandelt, teilte die Regionalverwaltung der Ionischen Inseln mit. Besonders im Westen der Insel gab es Erdrutsche, die den Verkehr behinderten. Es gab mehrere Nachbeben, wie Augenzeugen berichteten.

In anderen Regionen im Westen sind ebenfalls leichte Schäden entstanden, hieß es im staatlichen Radio. "Das war ein langes Beben. Wir dachten, es wird nie enden", sagte der Arzt Giorgos Tagaris aus der Hafenstadt Patras der Deutschen Presse-Agentur. 

Wie der Regionalgouverneur Theodoros Galiatsatos mitteilte, blieben am Dienstag aus Sicherheitsgründen die Schulen auf den Inseln Lefkas und Kefalonia geschlossen.

Nach einer neuesten Messung des Geodynamischen Instituts von Athen hatte das Beben eine Stärke von 6; andere Messungen ergaben Stärken von 6,4 beziehungsweise 6,5. Das Zentrum lag etwa 12 Kilometer unter dem Meeresboden im Seegebiet wenige Kilometer nordwestlich der Insel Lefkas.   

Die Region des Ionischen Meeres ist stark von Erdbeben gefährdet. Westlich der Inselgruppe verläuft ein tiefer Graben, wo die europäische und die afrikanische Kontinentalplatte aufeinandertreffen. Durch die Reibungen der gewaltigen Platten entstehen immer wieder starke Beben. Im Jahre 1953 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region erschüttert. Damals waren fast 500 Menschen ums Leben gekommen. Fast alle Ortschaften der Inseln Kefalonia und Zakynthos wurden dem Erdboden gleichgemacht.

dpa


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