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Die Luft vor vielen Schulen und Kitas in deutschen Großstädten ist laut Greenpeace zu stark mit Stickoxid belastet.

Die Luft vor vielen Schulen und Kitas in deutschen Großstädten ist laut Greenpeace zu stark mit Stickoxid belastet.
 © dpa

Greenpeace-Untersuchung

Zu hohe Stickoxid-Werte vor Schulen und Kitas

Neue Dieselfahrzeuge stoßen weit mehr Stickoxid aus als angenommen – das zeigt eine Untersuchung des Umweltbundesamtes. Auch Greenpeace warnt vor dem Schadstoff: die Werte vor Schulen und Kitas überschreiten die Grenzwerte deutlich.

Berlin.  Die Luft vor vielen Schulen und Kitas in deutschen Großstädten ist nach Angaben von Greenpeace zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickoxid belastet. An mehr als zwei Drittel der knapp 150 Messstellen in sechs Städten seien die EU-Grenzwerte überschritten worden, teilte die Umweltschutzorganisation am Mittwoch mit. Greenpeace hat nach eigenen Angaben zwei Wochen lang vor Schulen und Kitas in Düsseldorf, München, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Berlin die NOx-Werte gemessen, die vor allem durch Diesel-Autos in die Höhe getrieben werden.

Stickoxide können unter anderem die Atemwege und das Herz-Kreislauf-System belasten, Kinder gelten als besonders gefährdet. Bürgermeister müssten sofort regelmäßige Messungen an Schulen anordnen und bei zu hohen Werten Kinderschutzzonen durchsetzen – notfalls auch mit Fahrverboten, sagte Greenpeace-Verkehrsexperte Daniel Moser.

Stickoxid-Grenzwert deutlich überschritten

Greenpeace zufolge waren die Werte an 72 Prozent der 143 Messstellen zu hoch - teilweise doppelt so hoch wie der EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, der allerdings für das Jahresmittel gilt. Laut Umweltbundesamt wurde 2016 an mehr als jeder zweiten Messstation an stark befahrenen Straßen der Stickoxid-Grenzwert überschritten. Die EU hat mehrere Verfahren gegen Deutschland laufen.

Am Dienstag hatten neue Daten des Umweltbundesamts gezeigt, dass auch neue Diesel auf der Straße sehr viel mehr Stickoxid ausstoßen als nach der EU-Abgasnorm Euro 6 erlaubt ist. Diese gilt allerdings bisher nur fürs Labor, nicht für den Alltagsgebrauch der Autos.

Von RND/dpa

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