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Der Windparkbetreiber ScottishPower Renewables hatte das Wrack 2012 etwa 30 Meter unter der Meeresoberfläche in der Nordsee geortet.

Der Windparkbetreiber ScottishPower Renewables hatte das Wrack 2012 etwa 30 Meter unter der Meeresoberfläche in der Nordsee geortet. © Furgro/Scottishpower Renewables

Geschichte

Wrack vor England ist deutsches U-Boot aus Erstem Weltkrieg

101 Jahre lag "U-31" auf dem Meeresboden vor der ostenglischen Küste. Weil dort Windparks entstehen sollen, stieß eine Firma auf das U-Boot-Wrack. Geborgen wird es aber nicht - das wäre illegal.

London. Ein vor mehr als drei Jahren vor der britischen Küste entdecktes U-Boot-Wrack stammt Experten zufolge aus Deutschland. "U-31" sank demnach vor 101 Jahren und gehörte zum Bestand der kaiserlichen Marine.

Während des Ersten Weltkriegs sei das U-Boot am 13. Januar 1915 nahe Wilhelmshaven zu einer Patrouillenfahrt ausgelaufen und nie zurückgekehrt, teilte das Unternehmen ScottishPower Renewables mit. Geborgen und untersucht oder gar ausgestellt werde das Wrack nicht, sagte ein Sprecher am Freitag. Da es als Kriegsgräberstätte gelte, sei es gesetzlich geschützt und dürfe nicht bewegt werden.

Der Windparkbetreiber hatte das Wrack bereits im September 2012 etwa 30 Meter unter der Meeresoberfläche in der Nordsee rund 90 Kilometer vor der Ostküste Englands geortet. "Wir dachten, es könne niederländisch sein, weil sie dort seit dem Zweiten Weltkrieg ein U-Boot vermissen", sagte der Sprecher. Niederländische Marinetaucher hätten dann im trüben Wasser Bilder des fast 58 Meter langen U-Boots angefertigt - und es schließlich als "deutsch" identifiziert.

Dem Unterwasser-Archäologen Mark Dunkley zufolge ist davon auszugehen, dass "U-31" von einer Seemine zerstört wurde und mitsamt der 35-köpfigen Besatzung auf den Meeresboden sank. Nach mehr als einem Jahrhundert sei das Boot in bemerkenswert gutem Zustand.

Um Windfarmen zu bauen, müssten Firmen den Meeresboden zunächst etwa nach Felsen absuchen, um geeignete Standorte zu finden, erklärte der Sprecher. "Wir erwarten, dabei Wracks zu finden, aber normalerweise nicht welche, von denen bisher keiner wusste."

dpa


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