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Hagelkörner liegen auf einer Wiese im brandenburgischen Sieversdorf© dpa

Unwetter

Windhose richtet im Osten schwere Schäden an

Bei schwerem Gewitter hat eine Windhose am Sonntag im Süden Brandenburgs und im Norden Sachsens starke Schäden angerichtet.

Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt, und eine Halle stürzte um, wie die Polizei mitteilte. Nach ihren Angaben wütete die Windhose um 15.25 Uhr über Mühlberg/Elbe (Elbe-Elster-Kreis) und deckte mindestens 20 Dächer ab. Bäume wurden entwurzelt und Autos beschädigt, Straßen blockiert. Von einer Kirche fiel die Turmspitze herunter. Eine Person wurde leicht verletzt.

Um 15.35 Uhr traf eine Windhose die Stadt Großenhain in Nordsachsen. In einem der zwei betroffenen Gewerbegebiete kippte eine Werkshalle um. Von Wohnhäusern seien „Dächer und ganze Obergeschosse“ abgerissen worden, berichtete die Polizei Oberes Elbtal in Dresden. Im Großenhainer Ortsteil Walda-Kleinthiemig seien 80 Prozent der Häuser beschädigt worden.

Eine Windhose ist ein räumlich eng begrenzter Wirbelsturm. Dabei rotiert die Luft sehr schnell um eine vertikale Achse. Aus einer Wolke heraus entsteht ein schlauchförmiger Auswuchs, der nur einen Durchmesser von wenigen hundert Metern hat und sich nach zehn bis 15 Minuten wieder auflöst. Windhosen entstehen in Mitteleuropa normalerweise dann, wenn feucht-heiße Luftmassen am Boden auf kalte Luftschichten in Wolkenhöhe treffen.

Stoßen diese heißen Luftmassen auf eine Gewitterfront, die in ihren oberen Schichten in der Regel Temperaturen um minus 40 bis 50 Grad aufweist, kommt es bei einem Temperaturunterschied von rund 80 Grad zu starken Auf- und Abwinden innerhalb der Wolken. Daraufhin entwickeln sich am Boden hohe Windgeschwindigkeiten. Derzeit treffen über Deutschland das Hoch „Siegbert“ und die Kaltfront von Skandinavientief „Zaza“ aufeinander. apn


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