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Mehr als ein Drittel der US-Amerikaner sind zu dick - und immer mehr Menschen leiden unter Übergewicht.

Mehr als ein Drittel der US-Amerikaner sind zu dick - und immer mehr Menschen leiden unter Übergewicht. © Frank Leonhardt/Symbol

Gesundheit

Weniger Cola reicht nicht: US-Amerikaner werden immer dicker

Die US-Amerikaner werden immer dicker. Das zeigt ein neuer Ernährungsbericht. Ein Grund dafür soll "billiges Junk-Food" sein.

Washington. Allen öffentlichen Anstrengungen zum Trotz legen viele US-Amerikaner weiter an Gewicht zu. Wie die "New York Times" aus dem Nationalen Gesundheits- und Ernährungsbericht zitiert, stieg der Anteil fettleibiger Menschen auf 38 Prozent in den Jahren 2013 und 2014.

In den beiden Jahren zuvor waren es 35 Prozent. Dieser Anstieg ist für Wissenschaftler, aber auch für die US-Regierung eine herbe Enttäuschung. Neben anderen Prominenten setzt sich auch First Lady Michelle Obama immer wieder persönlich für eine gesündere Ernährung ein.

"Der Trend ist bedauerlich und sehr frustrierend", sagte die Ernährungsexpertin Marion Nestle der Zeitung. "Jeder hat gehofft, dass weniger Zucker und Softdrinks das Level senken würden."

Experte Kelly D. Brownell nannte einen der Gründe für den Anstieg: "Zu viel und zu billiges Junk-Food. Wir tun einfach nicht genug dagegen. Jetzt gehen wirklich die Alarmlampen an."

Andere Experten wiesen darauf hin, dass der Kampf gegen Fettleibigkeit schon viel früher beginnen müsse, zum Beispiel bei der Ernährung an Schulen und dort besonders bei gezuckerten Getränken.

Vor allem Minderheiten sind von Fettleibigkeit betroffen, und unter ihnen weit überdurchschnittlich schwarze Frauen.

Laut Weltgesundheitsorganisation gelten Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 30 als übergewichtig und mit einem BMI von mehr als 30 als adipös, also fettleibig. Den BMI erhält man, indem man sein Gewicht durch die Körpergröße zum Quadrat teilt.

Betroffene leiden oft unter Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten, Diabetes, Herzschwäche, einer Fettleber und Gelenkproblemen. Auch die Wahrscheinlichkeit, an bestimmten Krebsarten zu erkranken, steigt. Wenn Betroffene ausgegrenzt werden, leidet häufig die Psyche.

Nach der "Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland" (DEGS1) sind gut 23 Prozent der Männer und knapp 24 Prozent der Frauen adipös - Tendenz steigend. Die Zahlen wurden von 2008 bis 2011 erhoben.

dpa


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