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Ermittler durchsuchen bei Michoacan einen ausgebrannten Lastwagen. In dem Wrack wurden fünf Leichen entdeckt.

Ermittler durchsuchen bei Michoacan einen ausgebrannten Lastwagen. In dem Wrack wurden fünf Leichen entdeckt. © epa/str

Kriminalität

Welle der Gewalt in Mexiko: Über 30 Tote

Die Welle der Gewalt in Mexiko kennt keine Weihnachtspause. Bei mehreren Überfällen wurden am Sonntag und Montag über 30 Menschen getötet, unter ihnen 12 Polizisten.

Mexiko-Stadt. Weitere 13 Angehörige der Sicherheitskräfte wurden bei den Angriffen einer kriminellen Bande im Grenzgebiet zwischen den westmexikanischen Bundesstaaten Michoacán und Jalisco verletzt. Im Bundesstaat Sinaloa, ebenfalls im Westen Mexikos, wurden am Montagabend neun Menschen in der Ortschaft Concordia neun Menschen erschossen.

In der Ortschaft Briseñas in Michoacán eröffneten Unbekannte nach Behördenangaben das Feuer auf Polizisten, als diese am Sonntag einen Verkehrsunfall aufnehmen wollten. Vier Beamte starben, sechs weitere wurden verletzt. Nach Pressemeldungen handelte es sich bei den Angreifern um eine Gruppe von rund 40 schwer bewaffneten, die sich in drei Pickups bewegten.

Kurze Zeit später kam es 35 Kilometer weiter im benachbarten Bundesstaat Jalisco zu einem weiteren Überfall. Bewaffnete hätten Polizisten in Ayotlán angegriffen, drei Beamte seien getötet und einer verletzt worden, sagte ein Sprecher des Sicherheitsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Am Sonntagabend (Ortszeit) wurde bei einem neuen Angriff in Ayotlán ein Polizist getötet und drei weitere verletzt, wie die Zeitung "El Universal" (Montag) berichtete.

Vier Polizisten, die am Sonntag von der nahe liegenden Ortschaft Pihuamo entführt worden waren, wurden am Montag geköpft aufgefunden, wie die Zeitung "El Informador" in ihrer Online-Ausgabe berichtete. Eine fünfte Leiche eines nicht identifizierten Menschen befand sich neben den Körpern der Polizisten an einer Autobahn.

In den Ortschaft Marcos Castellanos 30 Kilometer südwestlich von Briseñas wurden am Sonntag zwei verbrannte Leichen gefunden. Nicht weit entfernt, in Quitupan, wurden drei weitere Tote entdeckt, deren Hände gefesselt waren, wie lokale Medien berichteten. In verschiedenen anderen Ortschaften Mexikos wurden weitere sechs Leichen ermordeter Menschen aufgefunden.

Die Regierung schickte am Montag Heerestruppen an die Grenze zwischen Michoacán und Jalisco. In der Region sind die Drogenkartelle "Jalisco Nueva Generación" und "Los Caballeros Templarios" aktiv.

Im Bereich der Stadtverwaltung von Concordia, im Bundesstaat Sinaloa, überfiel ein Kommando am Heiligen Abend die 250 Einwohner zählende Ortschaft El Platanar de los Ontiveros und erschoss neun Menschen, unter ihnen den Mann der lokalen Polizeichefin.

An der Grenze mit den USA, in der nordmexikanischen Stadt Morelos, im Bundesstaat Coahuila, kamen drei Menschen bei einem Schusswechsel mit Militärs um. In dem Fahrzeug der Toten, dessen Nummernschild in Texas ausgestellt war, wurden automatische Gewehre AK-47 sichergestellt, wie die Zeitung "Milenio" am Mittwoch berichtete.

dpa


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