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Maxi und Chantal fahren im Tretbot über den Maschsee in Hannover.

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© Wallmüller

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Was bringt der Sommer 2017? 

Auch wenn die Gluthitze der vergangenen Tage schon einen Vorgeschmack lieferte - nach Definition der Wetterfachleute beginnt der Sommer erst am Donnerstag. Nach dem Reinfall im vergangenen Jahr hoffen viele auf mehr Sonne. Doch Prognosen stecken voller Unsicherheiten.

Offenbach - . Wird der Sommer 2017 warm, sonnig und endlich mal wieder ideal für Freibad-Ausflüge und Grillparties? Erste Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die Monate Juni, Juli und August gibt es bereits. An diesem Donnerstag (1. Juni) beginnt der meteorologische Sommer. Allerdings warnen die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes davor, nach den Jahreszeiten-Prognosen Urlaub oder Freizeitaktivitäten zu planen.

 

„Der Sommer 2016 zum Beispiel war, statistisch gesehen, ein ganz durchschnittlicher Sommer“, sagt DWD-Sprecher Andreas Friedrich. „Dabei waren die einzelnen Monate ganz unterschiedlich: mal viel zu nass, mal zu trocken.“

 

Die Trefferquote der meteorologischen Rechenmodelle ist zudem nur etwa für die nächsten vier Tage zuverlässig – schon Berechnungen für die kommenden zehn Tage sind mit Vorsicht zu genießen. Das gilt erst recht für eine ganze Jahreszeit.

 

Immerhin: Sollte sich der Jahreszeiten-Trend auf Grundlage der Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) bestätigen, liegt die Wahrscheinlichkeit für einen zu warmen Sommer bei etwas über 40 Prozent, verrät DWD-Klimaexperte Karsten Friedrich. Nach diesem Modell ist die Wahrscheinlichkeit für einen „normalen“ Sommer aber fast genauso hoch und liegt bei etwas unter 40 Prozent, während der Trendprognose zufolge die Aussicht auf einen kalten Sommer bei lediglich 20 Prozent Wahrscheinlichkeit liegt.

 

Ähnlich sieht es bei der DWD-Jahreszeiten-Prognose aus. Danach sind in Deutschland Abweichungen von durchschnittlich einem halben Grad wärmer zu erwarten. Im Mittelmeerraum könnten es sogar ein bis zwei Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt sein. Allerdings: „Die Vorhersage ist eher unsicher“, betont Karsten Friedrich.

 

Auch ein Blick in den Klimaatlas und aktuelle Grafiken zeigt, dass es beim Sommer in Deutschland erhebliche Unterschiede gibt. „Je dichter sich ein Ort am Rheingraben befindet, umso höher sind die Aussichten auf warme Sommertage“, sagt Klima-Experte Friedrich.

 

Eine aktuelle Klima-Grafik des DWD verdeutlicht das: Der Mittelwert der Sommertage, berechnet aufgrund der langjährigen Durchschnittswerte von 1981 bis 2010, liegt danach in Karlsruhe mit 68 Tagen mit mindestens 25 Grad besonders hoch. Auch Frankfurt/Main gehört mit einem Mittelwert von 52 Sommertagen in die Spitzengruppe.

 

Ganz anders sieht es in den Küstenregionen aus: Warnemünde an der Ostsee kommt gerade mal auf einen Mittelwert von 18 Sommertagen und die Elbmetropole Hamburg gehört mit 26 Sommertagen ebenfalls nicht zu den Städten mit großer Sonnen- und Wärmewahrscheinlichkeit.

 

„Je weiter es in den Norden geht oder in höhere Lagen, desto weniger ist mit Sommertagen zu rechnen“, sagt Friedrich dazu. So kann Hannover im Durchschnitt lediglich 32 Sommertage verzeichnen, in Berlin sind es 44 und in München 46 Tage mit mindestens 25 Grad. Bei allen Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Trendprognosen gilt für alle Sonnenhungrigen mit Sicherheit eines: Ist mal ein schöner sonniger Sommertag da, sollte er besser gleich genutzt werden.

Von Eva Krafczyk, dpa

Offenbach - 

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