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Glutrotes Schauspiel: Vulkanausbruch auf Island© ap

Naturgewalt

Vulkanausbruch in Island – Evakuierung läuft

Islands Behörden haben nach einem Vulkanausbruch unter dem Eyjafjalla-Gletscher Anwohner in Sicherheit gebracht und Verkehrsverbote erlassen.

Der Vulkan war in der Nacht zum Sonntag zum ersten Mal seit 1823 wieder aktiv geworden. Knapp 500 meist auf einsamen Bauernhöfen rund um den Gletscher lebende Isländer mussten nach dem ersten Alarm ihre Häuser im südlichen Teil der Atlantikinsel verlassen. Der Verkehr auf dem internationalen Flughafen Keflavik sowie auf den nationalen Flugplätzen von Reykjavik und Akureyri wurde eingestellt. Transatlantikflüge mussten Island weiträumig umfliegen. Die wichtigste nationale Straßenverbindung entlang der Südküste blieb am Sonntag gesperrt.

Trotz des sofort ausgerufenen Ausnahmezustandes äußerten Experten überwiegend die Erwartung, dass der Ausbruch gut 120 km östlich der Hauptstadt Reykjavik begrenzt bleiben werde. Geologen erklärten nach ersten Hubschrauberflügen, der Riss durch die Vulkanaktivitäten unter dem Gletscher erstrecke sich über eine Länge von knapp einem Kilometer. Als größte Gefahr stuften die Behörden Überschwemmungen durch Schmelzwasser ein.

Island ist durch vulkanische Aktivitäten entstanden. Der bekannteste und aktivste Vulkan ist Hekla. Er war zuletzt vor zehn Jahren ausgebrochen und hatte dabei mehr als zehn Kilometer hoch Lava ausgestoßen. Von insgesamt 140 isländischen Vulkanen sind 30 noch aktiv. Tote gab es zuletzt 1783, als beim einzigen Ausbruch des Laki 9000 Menschen ums Leben kamen. 1996 sorgte der Ausbruch des Vulkans Bardabungu unter dem Vatnajökull, dem größten Gletscher Europas, für eine gigantische Überschwemmung durch Schmelzwasser. dpa


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