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Die drei Angeklagten, die von Rumänien aus Taschendiebstähle in Berlin organisiert haben sollen, sitzen vor dem Landgericht in Berlin-Moabit.

Die drei Angeklagten, die von Rumänien aus Taschendiebstähle in Berlin organisiert haben sollen, sitzen vor dem Landgericht in Berlin-Moabit. © Bernd von Jutrczenka

Prozesse

Verfahren um organisierten Taschendiebstahl hat begonnen

In einem der größten europäischen Verfahren gegen organisierten Taschendiebstahl stehen in Berlin erstmals mutmaßliche Drahtzieher vor dem Landgericht. Die drei Angeklagten – ein Elternpaar und dessen Sohn – sollen von Rumänien aus die Fäden für Taschendiebstähle im Ausland gezogen haben.

Berlin. Ihre Anwälte erklärten zu Prozessbeginn, sie hielten Bewährungsstrafen für angemessen.

Den 21- bis 42-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, Teams mit jugendlichen Dieben zusammengestellt, instruiert und kontrolliert zu haben. In Berlin sollen Mitglieder der Gruppe oft auf Rolltreppen in S- und U-Bahnhöfen gestohlen haben.

Die Ermittlungen wurden zum Teil von Europol koordiniert. "Es ist ein europäisches Pilotverfahren", hatte der Berliner Staatsanwalt für organisierte Kriminalität, Dirk Eckert, im Vorfeld gesagt.

Insgesamt wurden 79 Verdächtige ermittelt - unter ihnen 7 mutmaßliche Hintermänner und 54 oft minderjährige Diebe. Im Prozess geht es um 21 Fälle in der Zeit von Oktober 2013 bis Februar 2014. 21 Verhandlungstage mit 88 Zeugen sind geplant. Voraussichtlich Ende Juni beginnt in Berlin der zweite Prozess in dem Tatkomplex - gegen weitere mutmaßliche Hintermänner.

dpa


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