Navigation:
Mitten im Streit um schärfere Waffengesetze schockiert ein Familiendrama mit fünf Toten die Menschen in den USA. Der Täter soll erst 15 sein.

Mitten im Streit um schärfere Waffengesetze schockiert ein Familiendrama mit fünf Toten die Menschen in den USA. Der Täter soll erst 15 sein. © Alyssa Schukar / Symbolbild

Kriminalität

USA: Teenager soll seine Familie erschossen haben

Der 15 Jahre alte Nehemiah wartete fünf Stunden neben seiner toten Mutter, seinem toten Bruder und seinen toten kleinen Schwestern. Der Teenager hatte sie nach Medienberichten im US-Bundesstaat New Mexico erschossen, mitten in der Nacht, im eigenen Haus.

Albuquerque/New York. Nach fünf Stunden kam der Vater nach Hause, ein Pastor. Nehemiah soll auch ihn erschossen haben. Warum das Blutbad am frühen Sonntag (Ortszeit) in Albuquerque geschah, stellte die entsetzten Ermittler vor ein Rätsel. Erneut erschüttert ein Mehrfachmord Amerika - und erneut ist ein Sturmgewehr im Spiel.

Das "Albuquerque Journal" berichtete unter Berufung auf Polizisten, dass der Junge angeblich schon mehrere Waffen ins Auto geladen hatte, weil er im nahen Supermarkt möglichst viele Menschen erschießen wollte. Aber er rief noch einen Freund an und der überredete ihn zu einem Treffen in einer Kirche, berichtete das Blatt weiter. Von dort sei die Polizei alarmiert worden. Es war die Kirche seines Vaters.

Zu der Familie gehörten zehn Kinder. Neben dem 51 Jahre alten Pastor und seiner 40 Jahre alten Frau Sarah starben Zephania, 9, Jael, 5, und Angelina. Das jüngste Kind war zwei Jahre alt. Dem "Albuquerque Journal" zufolge soll Nehemiah nach einem Streit seine Mutter, dann seine Geschwister erschossen haben - alle in ihren Betten.

"Die Hilfssheriffs, die an den Tatort eilten, entdeckten die fünf Leichen. Es war eine grausame Szenerie", sagte Sid Covington vom Sheriffsbüro. Noch ist es ein Rätsel, was zu der Bluttat führte. Lokale Medien spekulierten und versuchten, Puzzlestücke zusammenzusetzen. Der 15-Jährige soll ständig in Tarnkleidung herumgelaufen und von Waffen geschwärmt haben. Er habe nur wenig fernsehen und keine gewalttätigen Videospiele spielen dürfen, weil sein Vater "nichts Schmutziges und Gewalttätiges" im Haus haben wollte, hieß es. Dennoch soll es in der Wohnung ein Arsenal an Pistolen und Gewehren gegeben haben, spekulierten lokale Medien weiter.

Der 15-Jährige soll sich davon ein AR-15-Sturmgewehr genommen haben - die gleiche Waffe, mit der schon der Amokläufer von Newtown 20 kleine Kinder erschossen hatte. Die Waffen sollen dem "Albuquerque Journal" zufolge nicht gesichert gewesen sein.

dpa


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Was ist Ihre Wunschkoalition für Niedersachsen?

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.

Bilder des Tages

../dpa-InfoLine_rs-images/large/urn-newsml-dpa-com-20090101-140912-99-04060_large_4_3.jpg

Waschtag: Ein niederländischer Kavallerist wäscht zum «Prinsjesdag» den Schweif seines Pferdes. Foto: Martijn Beekman

zur Galerie