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Ein Mitarbeiter der Spurensicherung auf dem Weg zum Tatort.

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung auf dem Weg zum Tatort.© Thomas Frey

Kriminalität

Trauer in Kruft: Vater soll Familie ausgelöscht haben

Im Norden von Rheinland-Pfalz sind eine Frau und ihre beiden Kinder Opfer einer Familientragödie geworden. Ihr Mann soll die 43-Jährige und die beiden Söhne in Kruft bei Koblenz getötet haben.

Koblenz. Der mutmaßliche Täter hatte sich am frühen Freitagmorgen in Saarbrücken gestellt, wie die Polizei in Koblenz mitteilte. Auf der Wache gab er an, am Vortag seine zwei sieben und neun Jahre alten Söhne sowie seine Ehefrau umgebracht zu haben. Wenig später fanden Polizisten die drei Leichen in dem Einfamilienhaus in Kruft.

Der 47-Jährige sollte noch am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden, wie der leitende Staatsanwaltschaft Harald Kruse der Nachrichtenagentur dpa sagte. Der Mann war nach eigenen Angaben nach der Tat zu Verwandten ins Saarland gefahren. Diese begleiteten ihn zur Polizeiwache. Einige der Verwandten seien mittlerweile vernommen worden, sagte Kruse.

Fest steht laut Polizei bislang, dass die Ehefrau sowie die beiden Kinder des Mannes Opfer eines Gewaltverbrechens wurden. Experten der Spurensicherung untersuchten bis zum Mittag das Haus. "Das wird jetzt ausgewertet", sagte ein Polizeisprecher. Am Haus in Kruft war auch ein Notfallseelsorger, Bekannte der Familie legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Voraussichtlich am Samstag sollen die Leichen obduziert werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Wo genau die drei Toten in dem Haus gefunden wurden und wie sie ums Leben kamen, war zunächst nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft und die Koblenzer Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen. Zu den möglichen Hintergründen der Tat machten sie bislang keine Angaben.

Der Krufter Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel (CDU) zeigte sich geschockt. "Wir haben keine Worte, es gab keinerlei Anzeichen", sagte Schneichel der dpa. Der Familienvater, der nach Auskunft des Ortsbürgermeisters einen Schwerbehindertenausweis besitzt, habe seit dem Frühjahr als 400-Euro-Jobber in den Grünanlagen der Gemeinde gearbeitet. "Er war stolz auf seine Kinder."

Schneichel war am Morgen zum Tatort geeilt und hatte sich von der Polizei informieren lassen. Die Familie habe seit etwa zwölf Jahren in dem kleinen, älteren Einfamilienhaus in der 4000-Einwohner-Gemeinde gewohnt.

dpa


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