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PER ANHALTER ... durch kleine Dörfer in Neuseeland? Offenbar keine so gute Idee, wenn mans "eilig" hat.© Symbolfoto

Daumen runter

Tramper erleidet nach vier Tagen Warten einen Wutanfall

Eigentlich gelten Tramper als sehr angenehme Zeitgenossen: Immerhin wollen sie von völlig fremden Autofahrern mitgenommen werden. Doch was passieren kann, wenn ein Tramper vier Tage lang NICHT mitgenommen wird, hat jetzt ein 70-Seelen-Dorf in Neuseeland zu spüren bekommen. Die Folge: Beleidigungen, Vandalismus, ein Gerichtsprozess und die Forderung nach einer Umbenennung des Landes in "Nazi Zeeland".

Bumms, das hat gesessen; wie die Faz online berichtet, hat ein Tramper in Punakaiki, einem Mini-Dorf an der neusseländischen Westküste, für einen Eklat gesorgt, der internationales Interesse nach sich zieht. Der 27-Jährige soll vier Tage am Stück am Straßenrand gestanden und den Daumen rausgestreckt haben - aber mitgenommen hat ihn keiner.

Daruafhin ereilte den reiselustigen Touristen ein Wutanfall, der dem Dörfchen und seinen Bewohnern - und so einigen Menschen darüberhinaus - wohl für die Ewigkeit in Erinnerung bleiben dürfte:

Erst warf er, laut FAZ online, das Willkommensschild des Ortes in einen Fluss. So weit noch recht harmlos. Weitere Schiöder folgten dem ersten. Dann warf der Tourist angeblich mit Steinen um sich, pöbelte Autofahrer an, streckte ihnen immer wieder den Mittelfinger entgegen.

„Er lag mit dem Bauch auf der Straße und schrie, dass alle Neuseeländer Arschlöcher wären und er es gar nicht erwarten könne, wieder zurück nach Europa zu kommen“, berichtete Neil Mouat dem britischen Guardian. Mouat rief die Polizei hinzu, als die Situation drohte, noch weiter zu eskalieren.

Die Polizei brachte ihn nach Greymouth: Vor dem Greymouth District Court bekannte sich der Mann schuldig. Der örtlichen Presse schlug er nach dem Gerichtstermin vor, den Namen „New Zealand“ doch einfach in „Nazi Zealand“ zu ändern, berichtet das britische Klatschblatt Daily Mail.

Er habe, so der Tourist weiter, bereits über 80 Länder bereist, doch die Neuseeländer seien von allen getroffenen Menschen die Schlimmsten gewesen, schreibt die FAZ. Er soll jetzt wahrscheinlich 3000 neuseeländische Dollar Strafe zahlen (rund 2000 Euro).

Am Freitag gebe es einen weiteren Gerichtsprozess. Bestimmt bringt ihn die Polizei dann wieder in den Gerichtssaal, per Anhalter nimmt ihn ja wahrscheinlich eh keiner mehr mit.

Tobias Welz


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