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Die dunklen Wolken einer Gewitterzelle sind bei Thalheim an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen zu sehen.

Die dunklen Wolken einer Gewitterzelle sind bei Thalheim an der Grenze zwischen Thüringen und Sachsen zu sehen. © Jens Uhlig

Wetter

Tote, Verletzte und hohe Schäden bei Unwettern

Unwetter mit Regen, Blitz und Donner haben in Teilen Deutschlands viele Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden in der Nacht zum Donnerstag verletzt. Bereits am Mittwoch wurden ein deutscher Urlauber und ein Einheimischer in Südtirol bei Blitzeinschlägen getötet.

Offenbach/Rom. Die große Hitze hat zum Auftakt der sogenannten "Hundstage" (23. Juli bis 23. August) erst mal geendet. Auch im Süden Deutschlands werden nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Wochenende keine 30 Grad mehr erreicht.

In Baden-Württemberg verursachten golfballgroße Hagelkörner, starker Regen und Blitzeinschläge Schäden. Auf der Schwäbischen Alb stürzte ein Baum auf einen Wohnwagen und verletzte zwei Urlauber aus den Niederlanden leicht. Polizei und Feuerwehren rückten am Mittwoch zu etlichen Einsätzen aus, etwa wegen überschwemmter Straßen oder vollgelaufener Keller. In Kißlegg schlugen Blitze in Häuser ein. Im Landkreis Freudenstadt kenterten Schüler mit ihren Booten bei plötzlich einsetzendem Regen. Die Gruppe konnte sich ans Ufer retten.

Auch in Sachsen verursachten Unwetter und ihre Folgen zahlreiche Einsätze. Wie die Polizei mitteilte, kam am Mittwochabend ein 22 Jahre alter Fahrer mit seinem Lastwagen auf der A14 bei Leipzig wegen Starkregens von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Leitplanke. Er und sein 44-jähriger Beifahrer wurden schwer verletzt. Neben vielen umgestürzten Bäumen gab es vollgelaufene Keller und überflutete Straßen. Auch in Teilen Thüringens und im Süden Sachsen-Anhalts musste die Feuerwehr ausrücken.

In Südtirol im Norden Italiens erschlug ein Blitz einen deutschen Urlauber beim Wandern. Der Mittdreißiger aus Düsseldorf sei mit seiner Frau an der Rotwandspitze in den Dolomiten unterwegs gewesen, sagte ein Mitarbeiter der Bergrettung. Ein Einheimischer starb ebenfalls durch einen Blitzschlag.

Nachdem ein Blitz am Mittwochnachmittag auf einen Truppenübungsplatz in der Nähe des bayerischen Mittenwald in ein Lager von Soldaten eingeschlagen war, leitete die Bundeswehr interne Ermittlungen ein. Fünf Soldaten waren nach den Angaben "unmittelbar von dem Blitz betroffen" und kamen in eine Klinik. 13 weitere Auszubildende kamen zur Beobachtung ebenfalls ins Krankenhaus.

Die lange Trockenheit bringt die Schifffahrt auf der Donau nahezu zum Erliegen. Zwischen Straubing und Vilshofen sei die Donau streckenweise nur noch 1,80 Meter tief, sagte am Donnerstag Jürgen Schillinger vom Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg. Güterschiffe starteten zurzeit gar nicht, weil sie die Donau zwischen Straubing und Vilshofen nicht mehr passieren können. Auch die Hotelschifffahrt sei zunehmend betroffen, sagte Schillinger. "Wir haben extremes Niedrigwasser", hieß es auch von der Wasserschutzpolizei Deggendorf.

Nach tagelanger Hitze mit Temperaturen um die 40 Grad stehen in Kroatien und Bosnien-Herzegowina große Waldgebiete in Flammen. An der kroatischen Adriaküste kämpften Feuerwehrleute und Soldaten am Donnerstag vor allem gegen Großbrände auf der Halbinsel Peljesac und auf der Insel Korcula. Beide Regionen sind Urlauberhochburgen, die auch viele Deutsche besuchen.

dpa


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