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Ein US-amerikanischer Polizist sichert einen Tatort. Foto: Larry W. Smith

Ein US-amerikanischer Polizist sichert einen Tatort. Foto: Larry W. Smith

Kriminalität

Tödliche Schüsse auf Familie in Ohio

In einer ländlichen Gegend im US-Bundesstaat Ohio werden mehrere Mitglieder einer Familie erschossen. Die Ermittler sprechen von einer Hinrichtung. Und auch in Georgia werden fünf Menschen ermordet.

Cincinnati. Nach den tödlichen Schüssen auf mehrere Familienmitglieder im US-Bundesstaat Ohio gehen die Ermittler von einem gezielten Angriff aus. Die Tat habe sich gegen die Familie gerichtet, sagte der Generalstaatsanwalt des Staates, Mike DeWine, auf einer Pressekonferenz am Freitagabend.

"Wir haben keine Hinweise darauf, dass es eine Bedrohung für die Gemeinde gibt." Auch am Abend suchte die Polizei weiter nach dem Täter. Die Ermittler schlossen auch weiterhin nicht aus, dass es mehrere sind.

Polizisten hatten am Freitagmorgen an vier Orten acht Tote gefunden. Es handelt sich um sieben Erwachsene und einen 16-jährigen Jungen. Nach Darstellung der Polizei waren sie "im Stile einer Hinrichtung" umgebracht worden. Manche der Opfer seien in ihren Betten gefunden worden. Allen sei in den Kopf geschossen worden. Drei Kinder wurden lebend gefunden, darunter ein nur wenige Tage alter Säugling.

Bis zu 30 Menschen seien bis zum Abend befragt worden, einen Verdächtigen gebe es aber nicht, sagte DeWine. Andere Familienmitglieder seien über die Bedrohung informiert worden und gebeten worden, sich vorsichtig zu verhalten. Die Situation sei extrem gefährlich.

Der Sheriff von Pike County, Charles Reader, schickte zusätzliche Einheiten in die Gegend. Er hatte am Morgen das Büro des Generalstaatsanwalts um Unterstützung gebeten. Der sandte mehr als ein Dutzend Ermittler an den Tatort.

Pike County befindet sich rund 100 Kilometer von Cincinnati. Es ist eine ländliche Gegend. Die Tatorte lagen nach Angaben des Sheriffs mehrere Kilometer voneinander entfernt. Die Untersuchungen dort sollten bis in die Nacht andauern.

John Kasich, Gouverneur des Staates und republikanischer Präsidentschaftsbewerber, war von dem Generalstaatsanwalt telefonisch über den Stand der Ermittlungen informiert worden. Er zeigte sich erschüttert.

Im US-Bundesstaat Georgia soll ein 51-Jähriger fünf Menschen erschossen haben. Die Leiche des mutmaßlichen Täters wurde später in seiner Garage gefunden, wie Medien am Samstag unter Berufung auf die Polizei in Columbia County berichteten. Er soll sich selbst umgebracht haben.

Der Schütze hat demnach am frühen Abend in einem Hause in Appling zunächst einen Mann (75) und eine Frau (87) getötet. Der Mann habe auch eine aufgeschlitzte Kehle gehabt. Eine 31-jährige Frau erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Bei der 87-Jährigen soll es sich um die Schwiegermutter des mutmaßlichen Täters gehandelt haben.

Etwa eine halbe Stunde später tötete der Schütze in einem anderen Haus einen 63-jährigen Mann und eine 60-jährige Frau. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert.

Polizisten fanden den Verdächtigen gegen Mitternacht tot mit einer Schusswunde am Kopf. Er soll auch versucht haben, sein Haus anzuzünden, wie Andy Shedd von der Polizeiwache in Columbia County laut Medienberichten mitteilte.

dpa


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