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Einsatzkräfte suchen bei Holm-Seppensen im Kreis Harburg auf einem See nach einer vermissten Mutter und ihrer Tochter.

Einsatzkräfte suchen bei Holm-Seppensen im Kreis Harburg auf einem See nach einer vermissten Mutter und ihrer Tochter.© Philipp Schulze

Notfälle

Suche auf See im Fall der vermissten Familie aus Drage

Nach fast dreieinhalb Wochen hat die Polizei eine Spur zu der verschwundenen Familie aus Niedersachsen. Spürhunde führen die Ermittler zu einem See - die aber am Abend zunächst nichts finden.

Buchholz/Drage. Bei der Suche nach der verschwundenen Familie aus dem niedersächsischen Drage gibt es eine konkrete Spur.

Einsatzkräfte der Polizei suchten am Montagabend einen See in einem Ortsteil von Buchholz ab. Nach Angaben von Polizeisprecher Jan Krüger hatten zuvor Spürhunde die Fährten der immer noch vermissten 43 Jahre alten Frau und ihrer zwölf Jahre alten Tochter aufgenommen. "Sie führte über eine Waldweg und endete am Ufer", sagte Krüger.

Eine Zeugin hatte sich nach der Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" in der vergangenen Woche gemeldet. "Ihre Beobachtungen haben uns zu dem Schluss kommen lassen, dass sie höchstwahrscheinlich die Familie am Tag des Verschwindens lebend gesehen hat", sagte der Polizeisprecher.

Obwohl sich die Zeugin nicht auf einen genauen Tag habe festlegen können, gehen die Ermittler davon aus, dass sie die Familie am 22. Juli, dem letzten Schultag vor den Sommerferien in Niedersachsen, an dem See sah. Am 23. Juli wollen Zeugen den Vater am Morgen im Auto der Frau gesehen haben. Seine Leiche wurde am 31. Juli in Lauenburg (Schleswig-Holstein) aus der Elbe geborgen. Der 41-Jährige war ertrunken. Die Polizei geht von einem Familiendrama aus. Hinweise auf Fremdverschulden gab es bei dem Mann nicht.

Die Hunde hätten die Fährte der Vermissten bis zum Ufer verfolgen können, sagte Krüger. Nun sollen die Spürhunde in Booten auf dem Wasser weitersuchen. Sollten sie anschlagen, stünden Polizeitaucher bereit, an dieser Stelle des Sees zu suchen.

Die Zeugin habe sich bereits in der ersten Woche des Verschwindens anonym bei der Polizei mit einer vagen Beobachtung gemeldet. "Der Hinweis war leider so vage, dass wir daraus nichts machen konnten", sagte der Polizeisprecher.

dpa


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