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Das Kreuz ist Symbol der Christen, der Regenbogen Sybmol Homosexueller. Fotomontage: Welz

RELIGION

Studie: So denken Katholiken über Sex, Ehe und Homosexualität

Deutsche Katholiken lehnen den Umgang ihrer Kirche mit Sexualmoral, der Ehe und der Homosexualität mehrheitlich ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Studenten aus Münster und Berlin, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Berlin . Zwei Befragungen des Vatikan vor der Familiensynode im Oktober in Rom waren zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Die jungen Leute befragten von März 2014 bis zum März dieses Jahres fast 12.500 aktive Katholiken in 24 Ländern per Fragebögen und online, darunter Gläubige in England, Polen, Frankreich, Spanien, Italien, Marokko, Brasilien und in den USA.

Aus Deutschland liegen knapp 7.900 ausgefüllte Fragebögen vor. Die Ergebnisse für Deutschland bestätigen den Trend der Vatikan-Umfragen: 90 Prozent der deutschen Katholiken lehnen es ab, dass Geschiedene von der Kommunion ausgeschlossen werden.

Beim Thema Empfängnisverhütung gibt ein Großteil an, sich nicht mehr an der Lehre der Kirche zu orientieren. 80 Prozent sprechen sich für ein Zusammenleben vor der Ehe aus. Gleichzeitig sagen neun von zehn Befragten, dass ihnen eine kirchliche Trauung wichtig ist - und fast alle (95 Prozent) wollen auch ihre Kinder christlich erziehen.

Im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren wünschen sich 70 Prozent der deutschen Studien-Teilnehmer eine Anerkennung und Segnung dieser Partnerschaften. Dass gleichgeschlechtliche Partner kirchlich heiraten dürfen, wird indes mehrheitlich nicht befürwortet.

85 Prozent der deutschen Gläubigen halten es für besser, Priester frei wählen zu lassen, ob sie im Zölibat leben wollen.


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