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Besucher beobachten auf dem Großen Feldberg im Taunus eine Sternschnuppennacht.

Besucher beobachten auf dem Großen Feldberg im Taunus eine Sternschnuppennacht. © Jan Eifert/Archiv

Wissenschaft

Sternschnuppen-Nächte: Warm einpacken und auf Glück hoffen

Bis zu 170 Sternschnuppen pro Stunde sollen in der Nacht zum Freitag auf die Erde regnen. Um das in diesem Jahr besonders faszinierende Spektakel zu sehen, muss das Wetter mitspielen. In einigen Regionen könne man auf Lücken in der Wolkendecke hoffen, sagt ein Meteorologe.

Frankfurt/Stuttgart. In der Nacht zum Freitag können Himmelsbeobachter ein ganz besonderes Schauspiel erleben - sofern das Wetter mitspielt: Vor allem in der zweiten Nachthälfte sollen pro Stunde bis zu 170 Sternschnuppen auf die Erde regnen.

Zwischen 23.00 und 4.00 Uhr ist die beste Zeit, um die Sternschnuppen der Perseiden zu beobachten. Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach dämpfte am Mittwoch jedoch Hoffnungen auf klaren Himmel. "Da muss man schon auf Glück hoffen." In der Nacht zum Freitag gebe es am ehesten im Süden Deutschlands Lücken in der Wolkendecke.

Von Freitag auf Samstag wiederum könnten die Menschen im Westen und Südwesten Deutschlands hoffen, am nordöstlichen Sternenhimmel Nachzügler der Perseiden-Schauer zu sehen und sich etwas zu wünschen. Auch in der Nacht zum Donnerstag könnten Sternschnuppen gesichtet werden, vor allem nördlich der Mittelgebirge, so der Meteorologe.

Ruppert rät bei der Himmelsbeobachtung zu warmer Kleidung. "Nicht nur den Liegestuhl mitnehmen, sondern auch die Fleecedecke." Eine Thermoskanne Tee oder sogar ein Glühwein könnten bei Temperaturen um die zehn Grad nicht schaden. Denn: "Dort wo es Lücken zwischen den Wolken gibt, ist es auch deutlich kühler."

Die Erdbahn kreuzt jedes Jahr im August den Perseidenstrom. Der Name stammt daher, dass sie scheinbar aus dem Sternbild Perseus kommen, das im Nordosten aufgeht. In diesem Jahr regnet es dank Jupiter besonders viele Sternschnuppen. Denn der Gasriese kreuzt - wie etwa alle zwölf Jahre - die Kometenbahn, erläutert der Astronom Ulrich Keller aus Stuttgart. Seine Schwerkraft lenkt den Hauptteil der Trümmerstücke, die vom Kometen Swift-Tuttle stammen, näher an die Erdbahn heran. Die Perseiden gehören mit einer Geschwindigkeit von 216 000 Kilometern pro Stunde zu den schnellsten Sternschnuppen.

dpa


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