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Sternenhimmel

Sonne, Mond und Sterne im März 2010: Mars und Saturn glänzen

Zwei helle Planeten beherrschen in diesem März den Nachthimmel: der rötliche Mars und der ringgeschmückte Saturn.

Ende Januar hatte die Erde ihren äußeren Nachbarplanet Mars überholt. Zur Zeit entfernen wir uns wieder vom roten Planeten, was an seiner abnehmenden Helligkeit deutlich wird. Dennoch zählt er zu den hellsten Gestirnen am Nachthimmel und ist kaum übersehbar.

Mars ist fast die gesamte Nacht im Sternbild Krebs sichtbar. Vom Morgenhimmel zieht er sich allmählich zurück. Mit Einbruch der Dunkelheit steht er bereits hoch im Südosten. Zu Monatsende passiert Mars den sonnenfernsten Punkt seiner elliptischen Bahn. Am 31. trennen ihn 249 Millionen Kilometer von der Sonne. Das Sonnenlicht ist dann knapp vierzehn Minuten zum roten Planeten unterwegs, während es die Erde schon nach etwas mehr als acht Minuten erreicht.

Saturn im Sternbild Jungfrau kommt in der Nacht vom 21. auf den 22. in Opposition zur Sonne. Das heißt, er steht von der Erde aus betrachtet der Sonne gegenüber. Somit ist der Ringplanet die gesamte Nacht über am Firmament vertreten. Er ist nur wenig lichtschwächer als Mars. Im Gegensatz zum roten Planeten leuchtet Saturn in einem fahlen, gelblichen Licht. Venus immer besser zu sehen

Am frühen Abendhimmel ist tief im Westen die Venus zu erspähen. Sie baut ihre Stellung am Abendhimmel langsam aus. Zu Monatsbeginn geht Venus schon um 19 Uhr unter, Ende März erst um halb zehn Uhr abends nach Sommerzeit. Man sagt, Venus spielt nun ihre Rolle als Abendstern, obwohl sie gar kein Stern im astrophysikalischen Sinn ist sondern ein Planet, der von der Sonne beschienen wird. Sterne hingegen sind glühend heiße Gasbälle, die ihre Energieausstrahlung durch Atomkernfusion decken. Sterne sind somit Sonnen in den Tiefen des Universums.

An den letzten fünf Märztagen lässt sich der flinke und sonnennahe Merkur am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont blicken. Am 31. stehen die beiden Planeten Venus und Merkur nebeneinander. Die helle Venus kann helfen, den wesentlich lichtschwächeren Merkur zu finden.

Zur Monatsmitte, am 15. um 22.01 Uhr, tritt die Neumondphase ein. Drei Tage vorher hält sich der Mond mit 406 010 Kilometer in Erdferne auf. Zwei Tage vor Vollmond kommt unser Nachbar im Weltall mit 361 880 Kilometer in Erdnähe. Der exakte Vollmondtermin fällt auf den 30. um 4.25 Uhr. Frühlingsbilder ziehen auf

Ein Blick zum abendlichen Sternenhimmel zeigt eindeutig: Der Winter neigt sich dem Ende zu. Zwar ziehen im Südwesten noch die Winterbilder Orion und der Große Hund mit dem auffallenden hell funkelnden Sirius die Blicke auf sich. Auch der Stier mit seinem rot- gelben Hauptstern Aldebaran ist noch halbhoch im Westen zu finden. Am Osthimmel hat jedoch der Aufmarsch der Frühlingbilder begonnen. Der Löwe › prominentestes Frühlingsbild › setzt eben zum Sprung an. Er folgt im Tierkreis dem Krebs, der nur aus lichtschwachen Sternen besteht. Deshalb ist der Krebs an unserem vom Lichtsmog aufgehellten Nachthimmel kaum mehr zu erkennen. Allerdings hält sich im Krebs, wie erwähnt, gerade der helle Mars auf.

Dem Löwen folgt im Osten das Sternbild Jungfrau, das gerade Besuch vom Ringplaneten Saturn hat. Hoch im Westen strahlt die gelbe Kapella im Fuhrmann, dem Erbauer des Himmelswagens. Dieser steht nun fast senkrecht über unseren Köpfen. Die Wagendeichsel deutet wie ein riesiger Zeigefinger auf einen hellen, orangerot leuchtenden Stern, der Arktur oder Bärenhüter heißt. Er bildet den Hauptstern im Bild des Rinderhirten, auch Bootes genannt. Hoch im Westen sind die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux zu sehen.

Die Sonne verlässt am 12. mittags das Sternbild Wassermann und wechselt in das Sternbild Fische. In diesem großen Sternbild verbleibt sie bis zum 19. April. Der astronomische Frühling hält am 20. um 18.32 Uhr seinen Einzug. Zu diesem Zeitpunkt tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Widder und wechselt auf die nördliche Himmelshälfte. Am 20. haben wir somit Tagundnachtgleiche.

In der Nacht von Samstag, den 27. auf Sonntag, den 28. März erfolgt wieder die Umstellung auf Sommerzeit. Um 2 Uhr morgens sind die Uhren um eine Stunde vorzustellen. Die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) geht im Vergleich zur Weltzeit um zwei Stunden vor. In zahlreichen Bundesstaaten der USA und in Kanada erfolgt die Umstellung bereits am 14. März. dpa


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