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PHYSIK

Sensation: "Pentaquarks" im Cern nachgewiesen

Wissenschaftler am weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC der Europäischen Organisation für Kernforschung (Cern) bei Genf haben am Dienstag eine spektakuläre Entdeckung verkündet. Sie wiesen demnach erstmals sogenannte Pentaquarks nach, die aus vier Quarks und einem Antiquark bestehen.

Genf. Der US-Physiker Murray Gell-Mann hatte die Existenz von Pentaquarks 1964 postuliert, bislang konnte sie jedoch niemals schlüssig bewiesen werden. Guy Wilkinson, der Sprecher des LHCb-Experiments am Large Hadron Collider (Großer Hadronen-Speicherring, LHC), erklärte, die jetzt entdeckten Pentaquarks seien trotz "mehr als 50-jähriger experimenteller Forschungen" noch nie beobachtet worden.

Das Studium dieser besonderen Konfiguration werde ermöglichen, die Zusammensetzung der unter anderem aus Protonen und Neutronen zusammengesetzten gewöhnlichen Materie besser zu verstehen. Als nächstes soll erforscht werden, wie die Quarks innerhalb der Pentaquarks miteinander verbunden sind.

In dem LHC-Teilchenbeschleuniger an der französisch-schweizerischen Grenze lassen die Wissenschaftler seit mehreren Jahren in unterschiedlichen Experimenten über hundert Meter unter der Erde Protonen fast mit Lichtgeschwindigkeit aufeinander prallen. Dabei hoffen die Forscher auf Spuren neu entstandener Teilchen. Auf diese Weise war 2012 am LHC das lange gesuchte Higgs-Boson nachgewiesen worden, das auch "Gottesteilchen" genannt wird und anderen Teilchen ihre Masse verleiht.


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