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Ein schweres Erdbeben hat Mittelitalien erschüttert. (Symbolbild)

Ein schweres Erdbeben hat Mittelitalien erschüttert. (Symbolbild)
 © dpa

Perugia

Schweres Erdbeben erschüttert Mittelitalien

Erneut hat ein schweres Erdbeben Mittelitalien erschüttert. Wieder hat es zahlreiche Schäden gegeben. Die Behörden suchen unter den Trümmern nach Verletzten.

Rom.  Das Helmholtz-Zentrum in Potsdam gab die Stärke am Sonntagmorgen mit 6,5 an, das Zentrum lag demnach südöstlich von Perugia. Das Beben ereignete sich gegen 7.40 Uhr, laut den Experten in etwa 10 Kilometern Tiefe.

Dem italienischen Zivilschutz sind schwere Schäden gemeldet worden. „Es war ein sehr starker Erdstoß“, sagte der Cesare Spuri vom Zivilschutz in den Marken. „Uns wurden Einstürze in Muccia, Tolentino (...) gemeldet, wir versuchen herauszufinden, ob es Menschen unter den Trümmern gibt.“

Nahverkehr in Rom gestoppt

Auch in Rom war die Erschütterung deutlich zu spüren. Dort sind vorübergehend die zwei zentralen Metrolinien A und B in der Hauptstadt gestoppt worden. Es gebe technische Überprüfungen nach dem Beben um 7.40 Uhr, war auf der Internetseite der Verkehrsgesellschaft Atac zu lesen. Den Angaben zufolge gab es auch Verzögerungen im Zugverkehr.

Der Bürgermeister der Gemeinde Ussita berichtete der italienischen Tageszeitung „La Repubblica“ von der Katastrophe. Alles um ihn herum sei zusammengebrochen, Rauchsäulen seien aufgestiegen. „Ich habe die Hölle gesehen“, schilderte Marco Rinaldi die Situation weiter.

Drittes Erdbeben in wenigen Tagen

Erst am Mittwochabend hatten zwei starke Erdschöße die Region erschüttert, die bereits vor zwei Monaten von einem verheerenden Beben heimgesucht worden war. Ein Mann starb, allerdings an den Folgen eines Herzinfarktes. Es gab mehrere Verletzte, Tausende sind obdachlos. Seither hatte es immer wieder leichte und schwere Nachbeben gegeben.

Bei dem schweren Erdbeben Ende August kamen nach offiziellen Angaben 298 Menschen ums Leben, die meisten in dem Ort Amatrice. Die italienische Regierung schätzte die Erdbebenschäden zuletzt auf rund vier Milliarden Euro. Das Land wird häufig von Erdstößen heimgesucht, die immer wieder verheerende Folgen haben.

Von RND/dpa/are

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