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Der Schweizer Luftfahrtpionier Piccard will noch im Sommer mit einem Solarflugzeug die USA überqueren.

Der Schweizer Luftfahrtpionier Piccard will noch im Sommer mit einem Solarflugzeug die USA überqueren. © Laurent Gillieron/ Archiv

Luftverkehr

Schweizer Solarpilot Piccard plant USA-Überflug ab Mai

Zwischen Mai und Juli will der Schweizer Luftfahrtpionier Bertrand Piccard erstmals mit einem Solarflugzeug die USA überqueren. Der 55-Jährige will die rund 5000 Kilometer lange Strecke in fünf Etappen bewältigen und sich mehrere Wochen Zeit lassen, wie er gemeinsam mit seinem Kollegen André Borschberg am Donnerstag (Ortszeit) im kalifornischen Mountain View mitteilte.

Mountain View. e. Starten soll das Abenteuer in San Francisco, Ziel ist New York. Als Zwischenstationen sind Phoenix, Dallas und Washington fest eingeplant, außerdem soll noch ein Stopp entweder in Atlanta, Nashville oder St. Louis hinzukommen.

"Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung unseres Projekts", sagte Borschberg. "Wir freuen uns sehr auf diese Mission." Die einzelnen Flugetappen sollen nicht länger als 24 Stunden dauern. An den Hauptflughäfen der als Stationen ausgewählten Städte soll das allein mit Sonnenenergie betriebene Flugzeug dann jeweils bis zu einer Woche bleiben, um die Erfindung vorzustellen.

Während der Etappen werde live aus dem Flugzeug berichtet, sagte Piccard, der zusammen mit einem Partner vor rund 15 Jahren als erster Mensch die Erde in einem Ballon umkreiste. "Wir wollen zeigen, dass man mit sauberen Technologien, einem leidenschaftlich arbeitenden Team und Pionier-Vision das Unmögliche möglich machen kann."

Für den Transamerikaflug will Piccard wieder die "Solar Impulse" einsetzen, mit der er im Sommer die Straße von Gibraltar zwischen Europa und Afrika überflogen hatte. Das rund 70 Stundenkilometer schnelle Solarflugzeug hat eine Flügelspannbreite von mehr als 60 Metern und wiegt - samt Pilot - nur etwa 1600 Kilogramm, also soviel wie ein kleines Auto.

2015 soll mit einer überarbeiteten Version des Solarflugzeugs eine Erdumrundung folgen. Darin soll ein Pilot dann fünf Tage und Nächte am Stück verbringen. "Jetzt ist das Cockpit noch sehr klein und der Pilot kann sich nicht bewegen", sagte Borschberg. "Aber das nächste wird Business Class."

dpa


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