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Schlechte Nachrichten für „Rock am Ring“-Veranstalter Marek Lieberberg: Das Festival musste wegen einer Terrorwarnung unterbrochen werden.

Schlechte Nachrichten für „Rock am Ring“-Veranstalter Marek Lieberberg: Das Festival musste wegen einer Terrorwarnung unterbrochen werden.
 © dpa

Musik-Festival

Schreibfehler war Auslöser für Terror-Alarm bei Rock am Ring

Wegen Terroralarms mussten 87 000 Besucher das Musikfestival „Rock am Ring“ kurzzeitig evakuiert werden. Jetzt steht der Auslöser fest.

Mainz.  Schreibfehler bei den Namen zweier Aufbauhelfer haben den Terroralarm beim Musikfestival „Rock am Ring“ ausgelöst. „Die Namen der Verdächtigen waren falsch geschrieben, wiesen aber eine phonetische (klangliche) Ähnlichkeit mit den realen Schreibweisen auf“, sagte der Präsident des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts, Johannes Kunz, der Mainzer „Allgemeinen Zeitung“ (Mittwoch). Die beiden aus Syrien stammenden Aufbauhelfer waren vor Beginn von „Rock am Ring“ in eine Polizeikontrolle geraten.

Das Musikspektakel mit 87 000 Besuchern in der Eifel war Anfang Juni wegen Terrorverdachts unterbrochen und geräumt worden. Die Namen der beiden Mitarbeiter eines Frankfurter Subunternehmens passten wegen der Schreibfehler nicht zu den Personallisten der Veranstalter. Die zwei Männer hatten auch zu den Bühnen Zugang. Die Polizei wurde misstrauisch. Einer der beiden Männer soll wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Haft gewesen sein, der sich aber wohl nicht erhärtete. Das rheinland-pfälzische Innenministerium bestätigte gleichwohl den Verdacht einer Verbindung der beiden Aufbauhelfer zur hessischen Salafistenszene.

Landeskriminalamtschef Chef Kunz sagte nun: „Die Lage war schon sehr ernst, denn wir konnten konkrete Tatvorbereitungen in Richtung eines Anschlages nicht ausschließen.“ Die Polizei habe zuvor nur die Mitarbeiter der eingesetzten Sicherheitsfirmen überprüft, solle das aber in Zukunft vor Großveranstaltungen auf freiwilliger Basis auch bei Aufbauhelfern tun. Mit Blick auf die Schreibfehler forderte Kunz, „dass uns künftig frühzeitig Personaldokumente vorgelegt werden müssen“.

Bei der Innenministerkonferenz in Dresden, die am Mittwoch enden sollte, wollte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) eine bessere Kontrolle von Personal bei Großveranstaltungen in die Wege leiten. Auch er sprach sich für die Vorlage von Ausweiskopien von Mitarbeitern aus.

Von RND/dpa

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