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Bei Warnemünde muss ein Radlader ran: Der Autofahrer hatte sich festgefahren© dpa

Wetter

Schnee und Eis bringen neues Verkehrschaos

Schnee, Wind und Eis haben ein neues Verkehrschaos auf vielen Straßen in Deutschland ausgelöst.

Laster stellten sich quer und blockierten Autobahnen, viele Unfälle am Freitag verliefen aber mit Blechschäden glimpflich. Auch am Samstag soll nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes im Norden und Nordosten noch Schnee fallen. Dann beruhigt sich das Wetter zum Höhepunkt der Karnevalssaison.

In Baden-Württemberg verletzten sich ein 27 Jahre alter Fahrer und seine 18 Jahre alte Beifahrerin bei einem Unfall nahe Bruchsal auf der A 5 schwer. Sie waren auf einen Laster aufgefahren, der wegen zu hoher Geschwindigkeit ins Schleudern gekommen war und die Mittelleitplanke durchbrochen hatte. Ebenfalls auf der A 5 kippte ein Gefahrguttransporter mit 30 000 Litern Heizöl um. 80 Feuerwehrleute mussten ausgelaufenes Heizöl binden.

Zwischen Frankfurt und Heidelberg kam es auf der A 5 zu mehr als 40 Unfällen, wobei nach Schätzung der Polizei ein Schaden von knapp einer Million Euro entstand. In Nordhessen krachte es über 25 Mal in der Nacht. Bei Breuna stellte sich auf der A 44 (Kassel-Dortmund) ein Lastwagen quer, dessen Fahrer zu spät bemerkt hatte, dass wegen der Wetterverhältnisse die Wagen vor ihm langsamer fuhren.

In drei hessischen Kreisen fiel wegen des Schnees die Schule aus, auch im Raum Kaiserslautern blieben viele Schulen geschlossen. Die Müllabfuhr war dort bereits am Donnerstag eingestellt worden. In der Westpfalz hatten es die Autofahrer besonders an Steigungsstrecken schwer. Bei Linienbussen kam es zu zahlreichen Ausfällen.

Bei Halle in Sachsen-Anhalt musste die Autobahn 14 wegen querstehender Lastwagen und nach mehreren Unfällen stundenlang gesperrt werden. Auf dem östlichen Berliner Ring der A 10 wurden gleich drei Lastwagen in eine Unfallserie verwickelt.

Auch im Harz, wo bis zu 40 Zentimeter Neuschnee fielen, gab es zahlreiche Unfälle und Straßensperrungen. Das Winterwetter machte vor allem Lastern Probleme, die ohne Schneeketten oft nicht weiterkamen. Der starke Wind machte dem Winterdienst zu schaffen: Kaum war der Schnee weggeschoben, wehte er schon wieder auf die Straßen. Die bei Wanderern beliebte Straße zur Brockenkuppe musste gesperrt werden und die Brockenbahn stellte ihren Betrieb ein.

Auf Hiddensee bekamen die rund 1000 Einwohner und Urlauber trotz des Eispanzers rund um die Ostsee-Insel wieder genug Lebensmittel: Das eisgängige Spezialschiff „Görmitz“ habe „tonnenweise Lebensmittel“ dorthin gebracht und Leergut mit zurück genommen, sagte ein Sprecher des Wasser- und Schifffahrtamtes in Stralsund. Da die reguläre Fähre wegen eines Schadens nicht genutzt werden kann, müssen Menschen mit dem Hubschrauber ein- und ausgeflogen werden.

Ein seltenes Spektakel bot sich den Menschen in Rom am Freitagmorgen: Erstmals seit fünf Jahren tanzten dicke Schneeflocken rund um den historischen Trevi-Brunnen im Zentrum. Größere Probleme gab es auf Sardinien. Dort sorgten andauernde Schneefälle dafür, dass Fahrwege zu verschneiten Berggegenden gesperrt werden mussten. Auch im süditalienischen Kalabrien schneite es.

In Spanien ließ ein neuer Kälteeinbruch die Menschen in weiten Teilen des Landes zittern. Im Bergland nahe Madrid sank das Thermometer in der Nacht bis auf minus 13 Grad. In Nordspanien waren 14 Bergpässe wegen der Schneemassen dicht. 30 weitere waren nur mit Ketten passierbar.

Im Süden färbte ein Blizzard die Ölfelder und Baumwollplantagen weiß. Vom Bundesstaat Texas bis nach Georgia gab es heftiges Winterwetter, Flüge wurden gestrichen. Selbst der Bundesstaat Alabama, in dem es nach Angaben eines lokalen Wettersenders vielerorts seit 25 Jahren nicht mehr geschneit hat, rüstete sich für ein weißes Wochenende.


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