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Kriminalität

Schlag gegen Kinderpornografie in Münster

Ein Schlag gegen Kinderpornografie ist der Polizei in Münster gelungen. Bundesweit stünden acht Männer im Verdacht, kinderpornografische Schriften „in erheblichem Maße“ besessen und verbreitet zu haben.

Drei der acht Beschuldigten sollen zudem Kinder sexuell missbraucht haben. Die acht Männer seien vernommen worden und befänden sich wieder auf freiem Fuß, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Münster am Donnerstag mit.

„Die schwerwiegenden Vorwürfe sind noch nicht bewiesen“, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer. Der Besitz und das Verbreiten kinderpornografischer Dateien rechtfertigten in diesem Fall keine Haft.

Einer der Männer sei Besitzer einer Kindermodelagentur. Er steht im Verdacht, heimlich Nacktaufnahmen von Kindern gemacht und sie dann - teils gegen Bezahlung - verbreitet zu haben. Bei den Durchsuchungen wurden unter anderem versteckte Kameras gefunden.

Auf die Spur der Bande kamen die Ermittler im November, als nach einem ersten Verdacht das Bild- und Videomaterial eines 47-Jährigen aus Münster ausgewertet wurde. Dabei fand die Polizei rund eine Million kinderpornografische Dateien. In „großer Menge“ seien darin Kleinstkinder und Säuglinge zu sehen gewesen. Weitere Ermittlungen hätten zu den anderen Beschuldigten geführt. Ermittlungen zu weiteren Beschuldigten, den Tatorten und den Opfern liefen noch. Drei Verfahren seien in die USA geleitet worden, weil die Täter dort aktiv waren. dpa


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