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Schlammlawinen: Die Straßen in Rio gleichen einer Wüste aus Geröll und Schutt.© dpa

Rio de Janeiro

Rund 100 Tote nach Unwettern in Brasilien

Schwere Unwetter in der Umgebung von Rio de Janeiro haben etwa 100 Menschen das Leben gekostet. Betroffen waren vor allem Slumsiedlungen an den steilen Hängen über der Millionenstadt und in der Nachbarstadt Niterói. Dort zermalmten Schlammlawinen Holzhütten ebenso wie feste Häuser und rissen die Trümmer mit sich fort.

Rio de Janeiro. In weniger als 24 Stunden fielen am Dienstag 28 Zentimeter Regen - ein Rekord in der Geschichte von Rio de Janeiro. Auch am Mittwoch dauerten die Regenfälle an. Bürgermeister Eduardo Paes ordnete die Schließung sämtlicher Schulen in Rio an und mahnte alle Einwohner, zu Hause zu bleiben. Die meisten Geschäfte in der Stadt blieben geschlossen. Ohnehin war auf den überschwemmten Straßen praktisch kein Vorwärtskommen.

Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Toten noch steigen wird. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, 65 galten als vermisst. Mehr als 1.200 Menschen in Rio de Janeiro und der Nachbarstadt Niterói wurden obdachlos.

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva rief zu Gebeten auf. „Dies ist die schlimmste Überschwemmung in der Geschichte Rio de Janeiros“, sagte er vor Journalisten. „Und wenn der Herr dort oben nervös ist und es regnen lässt, können wir ihn nur bitten aufzuhören.“ Zugleich versicherte der Präsident, eine vergleichbare Katastrophe während der für 2014 geplanten Fußball-Weltmeisterschaft oder der Olympischen Spiele 2016 in Rio sei nicht zu befürchten. „Normalerweise sind die Monate Juni und Juli ruhiger“, erklärte Lula da Silva mit Blick auf die für die Sommermonate geplanten Großereignisse. Die Regenzeit in Brasilien geht normalerweise von Dezember bis Februar, in diesem Jahr dauert sie ungewöhnlich lange an.

Bundespräsident Horst Köhler übermittelte dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva sein Beileid für die Opfer der Naturkatastrophe. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und bei ihren Angehörigen“, schrieb Köhler. apn


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