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Nach dem Bergwerkunglück in China machen Retter völlig erschöpft eine Pause.© ap

Bergwerkunglück in China

Retter geben Hoffnung nicht auf

Vier Tage nach dem fatalen Wassereinbruch in einem chinesischen Kohlebergwerk geben die Retter die Hoffnung nicht auf. Zumindest einige der 153 Verschütteten könnten noch am Leben sein.

Peking. Die Arbeiten kommen aber nur langsam voran. Zahlreiche Polizisten schützten das Gelände vor aufgebrachten Angehörigen, die von der Bergwerksverwaltung verlangen, die Arbeiten voranzutreiben. Unterdessen weisen erste Untersuchungsergebnisse auf Versäumnisse der Bergwerksleitung hin.

„Wir denken, dass manche Arbeiter noch eine Überlebenschance haben könnten“, sagte ein Sprecher der Rettungsmannschaften der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Mittlerweile sind mehr als 1.500 Helfer im Einsatz. Doch bislang gelang es ihnen nur, einen geringen Teil des eingebrochenen Wassers aus der Kohlegrube in der Provinz Shanxi abzupumpen, was den Spiegel in der Mine um 18 Zentimeter sinken ließ.

Am Sonntag hatten Bergleute einen alten Schacht in der Mine angebohrt, der mit Wasser vollgelaufen war. Niedriger liegende Ebenen des Bergwerks wurden darauf hin geflutet. Eine vorläufige Untersuchung der Arbeitsschutzbehörde ergab, dass zu viele Menschen in den Stollen unterwegs waren, weil die Bergwerksleitung zusätzliche Mannschaften eingesetzt hatte. Das habe die Flucht behindert. Außerdem ignorierten die Verantwortlichen demnach zahlreiche Hinweise auf Lecks in den Schächten.

Chinesische Bergwerke sind für ihre gefährlichen Arbeitsbedingungen berüchtigt. Zwar gab es in den vergangenen Jahren Fortschritte. Doch im vergangenen Jahr kamen nach Behördenangaben noch 2.631 Arbeiter bei Unfällen in Kohlebergwerken ums Leben. Das sind mehr als sieben Todesfälle am Tag. Im Jahr 2002 waren fast 7.000 Bergleute tödlich verunglückt. ap


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