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Es gibt nichts, worin man keine Drogen verstecken könnte.

Es gibt nichts, worin man keine Drogen verstecken könnte. © Dan Himbrechts

Kriminalität

Rekordfund in Australien: Drogen für 800 Millionen Euro in BHs

Hunderte Liter flüssiges Meth für den australischen Markt. Drogenschmuggler haben sich dafür ein besonderes Versteck ausgedacht.

Sydney. In BH-Polstern und Künstler-Utensilien haben australische Behörden einen Rekordfund der Droge Crystal Meth gemacht. Drogenhändler aus Asien wollten das synthetische Rauschgift so in flüssiger Form in das Land schmuggeln, wie das Justizministerium und die Polizei mitteilten.

Die Fahnder beschlagnahmten im Bundesstaat New South Wales Drogen im geschätzten Wert von umgerechnet etwa 795 Millionen Euro - die 720 Liter flüssiges Meth ergeben etwa 3,6 Millionen Einzelportionen. Das Ministerium sprach von dem bislang größten Fund von flüssigem Methamphetamin.

"Das war ein sehr guter Tag für die Gesetzeshüter und ein sehr schlechter Tag für die organisierten Verbrecher, die auf den australischen Drogenmarkt abzielen", sagte Justizminister Michael Keenan.

Bereits im Dezember entdeckten die Fahnder bei vier Razzien in Lagerhallen in Vororten von Sydney etwa 530 Liter flüssiges und zwei Kilogramm kristallines Meth, versteckt in Künstlerbedarf. Bei der Durchsuchung einer Lieferung aus Hongkong stießen die Behörden auf weitere 190 Liter Meth in tausenden Gelpolstern für BHs.

Die Ermittler ließen diese Sendung im Januar an eine weitere Lagerhalle ausliefern, wo einer der Verdächtigen festgenommen wurde. Insgesamt sollen vier Männer und Frauen aus China und Hongkong im Alter zwischen 33 und 59 Jahren die Drogen hergestellt und nach Australien eingeführt haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen lebenslange Haftstrafen.

Die synthetische Substanz in kristalliner Form gehört zur Gruppe der Amphetamine und kann geschnupft, geraucht, geschluckt oder injiziert werden. Der Wirkstoff Metamphetamin ist in der Szene auch als Meth, Crank oder Ice bekannt. Er macht schnell abhängig und kann zu Angst- und Persönlichkeitsstörungen sowie zu schweren körperlichen Schäden führen.

dpa


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