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Mehr als 1300 Rekruten reisten in dem Zug der staatlichen Eisenbahngesellschaft.

Mehr als 1300 Rekruten reisten in dem Zug der staatlichen Eisenbahngesellschaft. © Khaled Elfiqi

Unfälle

Rasender Zug entgleist in Ägypten: 19 Soldaten sterben

Schon wieder erschüttert ein schweres Zugunglück Ägypten. In der Nacht starben 19 Soldaten, als der letzte Waggon ihres Zug bei hoher Geschwindigkeit südlich von Kairo entgleiste und gegen einen Güterzug prallte.

Kairo. 117 Insassen des Zuges, der von der Armee für den Transport von mehr als 1300 Rekruten gemietet worden war, erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Der Unglückswaggon wurde durch den Aufprall in mehrere Stücke gerissen.

Der Zugführer, der den Auftrag hatte, die zwölf Waggons mit den Soldaten von Oberägypten nach Kairo zu bringen, wurde nach Angaben aus Sicherheitskreisen festgenommen. Ein verletzter Soldat sagte dem Nachrichtenportal "youm7", die Soldaten hätten den Lokomotivführer bereits während eines Halts in der Stadt Minia aufgefordert, nicht so schnell zu fahren. Er sei jedoch danach im gleichen Tempo weitergerast.

Es ist bereits das zweite schwere Zugunglück in Ägypten binnen weniger Wochen. Im November waren 50 Kinder und zwei Erwachsene getötet worden, als ein Zug südlich von Kairo an einem Bahnübergang in einen Schulbus raste.

Die Ministerin für Versicherung und Soziales, Nagwa Chalil kündigte an, die Verletzten und die Angehörigen der Todesopfer sollten Geld erhalten. Für jeden Toten sollen laut Medienberichten 10 000 ägyptische Pfund (1140 Euro) aus der Staatskasse gezahlt werden. Die Verletzten erhalten jeweils 2000 Pfund.

Das Verkehrsministerium kündigte die Bildung einer Untersuchungskommission an. Mehrere Gegner der islamistischen Regierung nahmen den Unfall zum Anlass, über die aus ihrer Sicht mangelhaften staatlichen Dienstleistungen zu klagen.

Da die Strecke am Unfallort, der auf der Höhe des Dorfes Al-Badraschien liegt, wurde ein Zug, der am Dienstag mit 45 Strafgefangenen von Assuan nach Kairo hätten fahren sollen, in der Stadt Assiut gestoppt. Die Gefangenen seien vorübergehend in das Gefängnis von Assiut gebracht wurden, berichtete "youm7".

dpa


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