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Zwei Polizeiwagen stehen in der Zufahrt zur Tiefgarage der Bank. Von dort aus haben die bislang unbekannten Täter einen Tunnel zu einem Tresorraum der Volksbank gegraben.© dpa

Spektakulärer Bankraub

Räuber graben 30 Meter langen Tunnel zum Tresor

Auf spektakuläre Weise ist eine Bank in Berlin-Steglitz ausgeraubt worden. Die Täter brachen in einer Tiefgarage in der Wrangelstraße eine Wand durch und gruben einen etwa 30 Meter langen Tunnel, der in den Tresorraum der Volksbank-Filiale führte.

Berlin. Sie erbeuteten offenbar Wertsachen aus den Schließfächern. Bisher fehlt von ihnen jede Spur. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt.

Der Tunnel soll "sehr professionell" angelegt worden sein, sagte eine Polizeisprecherin auf dapd-Anfrage. In dem Tresorraum waren sämtliche Schließfächer geöffnet. Daraus wurden offenbar Wertsachen entwendet. Was genau die Täter mitgehen ließen, muss noch geklärt werden.

Entdeckt wurde der Einbruch am Montagmorgen von der Feuerwehr. Das Löschkommando war um 6.15 Uhr von einem Anwohner alarmiert worden, der Qualm aus der Garage bemerkt hatte. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde das Feuer vorsätzlich gelegt, um möglicherweise Spuren zu verwischen, sagte die Sprecherin. Es ist inzwischen gelöscht. Dort abgestellte Fahrzeuge wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Die Filiale mit Haupteingang in der Schloßstraße befindet sich im Erdgeschoss eines Ärztehauses. Sie ist derzeitig weiträumig abgesperrt, damit mögliche Spuren gesichert werden können. Auch die etwa 150 Meter lange Tiefgarage ist nicht zugänglich. Die Ermittlungen stehen laut Polizei noch ganz am Anfang. So seien viele Fragen zum Tathergang, etwa der genaue Zeitpunkt des Einbruchs, offen.

Warum das Tunnelgraben nicht früher entdeckt wurde, scheint dagegen bereits klar zu sein. Laut Polizei gibt es in der Tiefgarage durch Rolltore abgegrenzte separate Bereiche. Solange die geschlossen waren, konnte der Einbruch nicht bemerkt werden. Die Ermittler befragen derzeit Anwohner, ob sie verdächtige Personen gesehen haben. Außerdem wird geprüft, ob möglicherweise Videokameras die Täter aufnahmen. Hinweise werden bei jeder Polizeidienststelle entgegengenommen.

Ein ähnlich spektakulärer Bankraub hatte 1995 in Berlin für Schlagzeilen gesorgt. Damals überfielen sechs Männer eine Commerzbank-Filiale in Zehlendorf und nahmen 16 Geiseln. Die Täter entkamen mit ihrer Beute ebenfalls über einen selbst gegrabenen Tunnel. Sie wurden später gefasst und verurteilt.

dapd


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