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Bei der Demonstration im vergangenen Jahr gab es in Köln Straßenschlachten und Krawalle.

Demonstration

Polizei befürchtet Gewalt bei Hooligan-Demo

Köln steht nach Einschätzung der Polizei vor einem "sehr schweren Sonntag". Hooligans und Rechtsextremisten wollen demonstrieren. Erinnerungen an die "Hogesa"-Krawalle im Vorjahr kommen hoch.

Köln. Ein Jahr nach den schweren Krawallen bei einer Kundgebung von Hooligans und Rechtsextremisten in Köln rechnet die Polizei auch bei der Neuauflage mit Ausschreitungen.

"Sonntag wird ein sehr schwerer Tag für Köln und die Polizei", sagte Polizeipräsident Wolfgang Albers am Freitag. "Gewalttätige Auseinandersetzungen kann ich nicht ausschließen."

Im vergangenen Oktober hatte es in Köln bei einer Demonstration der Gruppe "Hooligans gegen Salafisten" (Hogesa) Straßenschlachten und Krawalle gegeben. Dabei waren rund 50 Polizisten verletzt worden. Die für Sonntag ab 14 Uhr geplante Kundgebung ist vom selben Veranstalter angemeldet worden - unter dem Titel "Köln 2.0 - friedlich und gewaltfrei gegen islamistischen Extremismus". Anders als im vergangenen Jahr dürfen die Teilnehmer der Kundgebung diesmal nicht durch die Innenstadt ziehen.

Laut Einsatzleiter Michael Temme sind insgesamt sieben Versammlungen geplant. Zahlreiche Gruppen hätten Gegenveranstaltungen zur Hooligan-Versammlung angemeldet. Unter den "Hogesa"-Teilnehmern seien Rechtsextremisten und Gewaltsuchende, die Albers zufolge "fremdenfeindliche Propaganda" verbreiten wollen. Die Anmelder auf beiden Seiten rechnen insgesamt mit bis zu 23 000 Teilnehmern.

An die Gegendemonstranten appellierte der Polizeipräsident: "Ich kann Ihren Protest gut verstehen. Aber der Protest muss friedlich bleiben." Mehr als 3500 Polizeibeamte sollen die beiden Lager unter Kontrolle und voneinander fernhalten. Auch mehrere Wasserwerfer und ein Polizeihubschrauber stünden bereit.

 dpa


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