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AUF DER LAUER:Andy (Name geändert) wartet in einem Hotelzimmer darauf, dass sich Superstar GeorgeClooney am anderen Spreeufer bei den Dreharbeiten zeigt.

AUF DER LAUER: Andy (Name geändert) wartet in einem Hotelzimmer darauf, dass sich Superstar George Clooney am anderen Spreeufer bei den Dreharbeiten zeigt.

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Paparazzi auf der Jagd: Hello, Mister Clooney!

Superstars in Berlin: George Clooney dreht zusammen mit Matt Damon und Cate Blanchett „The Monuments Men“ – eine Stadt steht Kopf. Clooney beißt in einen Apfel? Jede Regung ist ein Bild wert. Die NP hat zwei Paparazzi bei der Jagd nach Fotos begleitet.

Berlin. Es ist ein schlichtes Hotelzimmer in dem Andy M. (32) und Michael K. (42) mal wieder warten. Der Blick aus dem Fenster wandert über die Spree auf ein altes Fabrikgelände. Hier soll an diesem Tag George Clooney (51) auftauchen. Wann, ist ungewiss. Andy und Michael möchten anonym bleiben. „Das könnte sonst schnell mal Ärger geben“, sagt Andy. Und Ärger hat er in seinem Beruf als Paparazzo schon oft bekommen. 60 Euro zahlen sie für sechs Stunden im Hotel. Ihr Plan: Clooney „abschießen“. Matt Damon (42) und Cate Blanchett (43) am besten gleich mit.

Für den richtigen Schuss warten Andy und Michael oft stundenlang - in Hotelzimmern, hinter Gartenzäunen oder in geparkten Autos. Früher war Andy Detektiv. „Da lernt man das“, sagt er. Sie liefern sich Verfolgungsjagden mit Bodygards und wurden festgenommen, als sie in Südfrankreich durch den Zaun des Nachbargrundstückes die Villa von Brad Pitt (49) und Angelina Jolie (37) fotografieren wollten. Wenn man bei Google Robert de Niro (69) und John Travolta (59) eingibt, ist der erste Treffer ein Urlaubsfoto, dass Andy von den beiden auf einer Yacht in Griechenland machte. „Das lief weltweit“, sagt er stolz. Wie man ein solches Foto bekommt? „Eingebungen“, sagt Andy. Über Kontakte und Geld spricht man in der Branche nur ungern.

Für Clooney reicht an diesem Tag eine halbe Stunde Autofahrt von Mitte in den Osten der Hauptstadt. Der Schauspieler wohnt seit November in Berlin. Jede öffentliche Regung des Stars ist eine Nachricht wert: Zum Beispiel, dass Clooney gerne ein saftiges Steak im angesagten Grill Royal isst, in lässiger Freizeitkleidung spazieren geht, im edlen Privat-Klub Soho-House wohnt, wo man ihn abends an der Bar treffen könnte. Theoretisch. Morgens steigt er dann in einen BMW X5 mit verdunkelten Scheiben und fährt zur Arbeit. An diesem Tag beißt Clooney in einen Apfel und Andy drückt im richtigen Moment ab. „Den haben wir“, sagt er zufrieden.

Clooney in Berlin. „Das wollen auch die Amerikaner sehen“,sagt Andy. In Hollywood gebe es dieses Gerücht, dass man in Berlin noch privat sein könne. „Das stimmt lange nicht mehr“, korrigiert Michael. US-Star Shia LaBeouf (26) reagierte wenig amüsiert, als Andy der erste war, der ihn am Flughafen Tegel empfing. Als Clooneys Noch-Freundin Stacy Keibler (33) Erkältungstee für den 51-jährigen einkaufen musste, waren Andy und Michael ebenfalls dabei. „Die versuchen sich so lange zu verstecken, bis sie merken, dass es keinen Sinn mehr macht. Dann werden sie meist anständig“, sagt Andy.Er unterbricht. Michael hat Matt Damon im Visier. Es muss schnell gehen. „Ich hab ihn!“ sagt er. Job erledigt.


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