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Der Grenfell Tower im Londoner Stadtteil Kensington brannte am 14. Juni völlig aus.

Der Grenfell Tower im Londoner Stadtteil Kensington brannte am 14. Juni völlig aus.
 © dpa

Nach Hochhausbrand

Opferzahl steigt auf 79 Tote an

Am Montagmorgen hatte die Londoner Polizei noch einen Anstieg der Todeszahlen prognostiziert. Mittlerweile ist die Anzahl der Opfer auf 79 gestiegen. Unterdessen macht sich die britische Politik auf die Suche nach Ursachen und Lösungen für die Zukunft.

London, .  Die Zahl der Opfer der Feuerkatastrophe im Londoner Grenfell Tower ist nach Angaben der Polizei auf 79 gestiegen. Polizeichef Stuart Cundy sagte am Montag, es müsse im Zuge der Ermittlungen sogar mit noch mehr Toten und Vermissten gerechnet werden. Es sei schwer, die von dem Feuer am vergangenen Mittwoch angerichtete Verwüstung in Worte zu fassen. Bisher hatte die Polizei von 58 Toten und Vermissten gesprochen.Die Polizei veröffentlichte Fotos aus dem Innern des ausgebrannten Gebäudes, die das Ausmaß der Katastrophe zeigen.

Der Brand des Grenfell Tower im Stadtteil Kensington stimmt die Briten auf ihrer Suche nach Antworten ernst und nachdenklich. Am Montag wollen sie mit einer Schweigeminute der Opfer der Brandkatastrophe gedenken. Um 11.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MESZ) soll in allen öffentlichen Gebäuden Stille herrschen. Am Sonntag waren noch 18 Verletzte im Krankenhaus, neun von ihnen noch immer in kritischem Zustand.

Untersuchung prüft mögliche gesetzliche Vorstöße bei der Renovierung

Der Blick in der britischen Hauptstadt richtet sich auf die Klärung der Ursachen und mögliche Lehren für die Zukunft. So geht Schatzkanzler Philip Hammond davon aus, dass die am Grenfell Tower benutzte brennbare Gebäudeverkleidung in Großbritannien verboten ist. Bei der strafrechtlichen Untersuchung des Unglücks solle nun geprüft werden, ob es bei der Renovierung des Wohnhochhauses gesetzliche Verstöße gegeben habe, sagte der Tory-Politiker im BBC-Fernsehen am Sonntag.

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan brachte derweil den Abriss von veralteten Gebäuden ins Gespräch. Viele Hochhäuser aus den 60er und 70er Jahren entsprächen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards.

Sowohl die Behörden als auch das zuständige Bauunternehmen waren nach dem Brand des Hochhauses im Stadtteil Kensington in die Kritik geraten. Die erst vor kurzer Zeit angebrachte Verkleidung des Gebäudes soll Berichten zufolge zu der Katastrophe beigetragen haben. Zudem habe es im Grenfell Tower keine angemessenen Fluchtwege gegeben.

Von RND/dpa/krö

London

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