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Millionen Liter Öl verschmutzen den Golf von Mexiko© ap

Katastrophe

Ölpest im Golf von Mexiko: Abteilungsleiter tritt zurück

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat nach fast vier Wochen erste personelle Konsequenzen in Washington: Der für die Kontrolle von Offshore-Bohrungen zuständige Abteilungsleiter der Regierungsbehörde MMS (Minerals Management Service) kündigte am Montag seinen Rücktritt an.

Chris Oynes erklärte in einer E-Mail an Kollegen, die der Nachrichtenagentur AP vorlag, er werde seinen Posten zum Monatsende aufgeben.

Oynes, der seit mehr als 30 Jahren für die US-Regierung arbeitet, wurde 2007 zum Abteilungsleiter für Offshore-Projekte ernannt. Kritiker warfen ihm vor, zu wenig Distanz zur Ölindustrie zu wahren.

US-Präsident Barack Obama will die Umweltkatastrophe nach Angaben aus Regierungskreisen von einer eigenen Kommission untersuchen lassen. Der neue Ausschuss solle dem ähneln, der zur „Challenger“-Katastrophe ermittelt habe, erklärte ein Gewährsmann am Montag in Washington.

Umweltschützer reichten unterdessen im Zusammenhang mit der Ölpest zwei Klagen vor Bundesgerichten in Alabama und Texas ein. Ziel ist, eine Bohrinsel des Konzerns BP schließen zu lassen, die ohne vollständige technische Unterlagen betrieben wurde. Die zweite Klage richtet sich gegen die MMS, die internen Unterlagen zufolge im April 2008 die Regeln für die Betreiber von Offshore-Projekten gelockert hatte.

Bestimmte Projekte wurden demnach damals von der Verpflichtung, einen Notfallplan vorzulegen, ausgenommen. Seit dem Untergang der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ hat die MMS mindestens acht Aufschlussbohrungen genehmigt, obwohl nur minimale Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt wurden. apn


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