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KAMPF GEGEN DAS ÖL: An der US-Küste werden Sandwälle aufgeschüttet. © dpa

USA

Ölpest: Suche nach Schuldigen

Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko rückt die Suche nach den Ursachen und Schuldigen für das Unglück immer mehr in den Vordergrund. 

NEW ORLEANS. Bei Anhörungen im Kongress sowie in der Nähe von New Orleans geriet am Mittwoch vor allem die für die Aufsicht der Ölförderung verantwortliche Rohstoffbehörde MMS unter Druck. Sie habe ohne genaue Sicherheits- und Umweltprüfungen Genehmigungen erteilt. Der Behörde wurde in den vergangenen Jahren häufiger eine zu unkritische Haltung zur der Ölindustrie bis hin zur Bestechlichkeit vorgeworfen.

Im konkreten Fall habe die MMS unterlassen, ein Sicherheitsventil an der Ölquelle vor dem Einsatz auf Tauglichkeit zu prüfen. Dieser so genannte Blowout Preventer sollte garantieren, dass nach dem Sinken der Plattform kein Öl ins Meer gelangt. Der Chef von BP Amerika, Lamar McKay, bezeichnete ihn als wichtigste Sicherungsmaßnahme.

Unterdessen wird an der Quelle und auf der Meeresoberfläche weiter daran gearbeitet, den Ölteppich zu verkleinern. Das Öl droht 14 gefährdete Küstenabschnitte in den Staaten in Mississippi, Florida, Louisiana und Alabama zu erreichen. Der Ölkonzern BP senkte am Mittwoch eine kleine Stahlkuppel ins Meer ab, die das unablässig ins Wasser strömende Öl weitgehend stoppen soll.

Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war vor drei Wochen nach einer Explosion gesunken. Seitdem fließen täglich etwa 700 Tonnen Rohöl aus zwei Lecks ins Meer. dpa


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