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TIERQUÄLEREI

Nördlingen: 150 Tiere tagelang allein gelassen

Wieso tut jemand so etwas? In einer Zoofachhandlung in Nördlingen (Bayern) wurden laut Polizei 150 Tiere vom Betreiber des Geschäfts allein gelassen - unversorgt. Viele Tiere sind gestorben, jetzt kümmern sich das Veterinäramt und das Nördlinger Tierheim um den Fall.

Nördlingen. Der Betreiber einer Zoofachhandlung im Landkreis Donau-Ries hat offenbar über Tage die Tiere in seiner Zoohandlung nicht versorgt. Etwa 150 betroffene Tiere wurden herzlos ihrem Schicksal überlassen.

Nachdem der Mann laut Polizei tagelang nicht aufgetaucht war, alarmierten besorgte Bürger das Nördlinger Tierheim. Einige Tierheimmitarbeiter und die Polizei waren daraufhin vor Ort und verschafften sich Zugang zu den Geschäftsräumen – von außen konnte man offenbar sehen, dass sich viele unversorgte Tiere in dem Geschäft befanden.

Nach Informationen der Tierschutzorganisation Peta waren sämtliche Stecker an Aquarien und Terrarien wohl vom Betreiber gezogen worden. Wo sich der Mann aufhält, ist laut Polizei aktuell unklar.

Teilweise lagen verendete Tiere zwischen den lebenden. Neben den Käfigen fanden Mitarbeiter des Tierheims zu Stapeln zusammengetragene tote Kaninchen. Außerdem waren einige Tiere von Parasiten befallen. In den Tierkadavern hatten sich zum Teil zudem schon Würmer ausgebreitet.

Peta hoffe, dass es "ein dauerhaftes Tierhalteverbot für den Zoofachhändler geben wird und die Tiere rasch in ein neues liebevolles Zuhause vermittelt werden können".

von Tobias Welz


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