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Aus Liebe zur Natur drohte ein Neuseeländer damit, Babynahrung im Supermarkt zu vergiften. Seine Forderung: Der Einsatz des Schädlingsbekämpfungsmittels «1080» soll in der Natur gestoppt werden.

Aus Liebe zur Natur drohte ein Neuseeländer damit, Babynahrung im Supermarkt zu vergiften. Seine Forderung: Der Einsatz des Schädlingsbekämpfungsmittels «1080» soll in der Natur gestoppt werden. © David Crosling/Archiv

Kriminalität

Neuseeländer wollte aus Umweltliebe Babynahrung vergiften

Aus Liebe zur Natur hat ein Mann in Neuseeland mit der Vergiftung von Babynahrung gedroht. Jetzt wurde der 60-Jährige in Auckland festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Wellington. Der 60-jährige Unternehmer hatte gedroht, Babynahrung im Supermarkt mit einem Schädlingsbekämpfungsmittel zu versetzen. Er verlangte, dass der Einsatz des Mittels namens "1080" in der Natur gestoppt werde. Es wird unter anderem gegen Kaninchen und Hermeline eingesetzt. Ihm drohen bei einem Schuldspruch wegen Erpressung bis zu 14 Jahre Haft.

Der Mann hatte im vergangenen November anonyme Briefe an Fonterra, den größten Milchproduzenten der Welt, und Bauernverbände geschickt. Die Behörden untersuchten tausende Milchprodukte, Supermärkte hielten ihre Bestände an Babynahrung unter Verschluss und verkauften sie wie Zigaretten nur noch direkt an der Kasse. Es wurde aber nie ein vergiftetes Produkt entdeckt. Die Ermittlungen hätten 35 Beamte elf Monate beschäftigt, sagte Polizeichef Mike Bush.

dpa


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