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Über dem Atlantik braut sich wieder ein Sturm zusammen.

Über dem Atlantik braut sich wieder ein Sturm zusammen. © NASA/NOAA

Wetter

Nach "Sandy": US-Ostküste droht neuer Sturm

Eine Woche nach Monstersturm "Sandy" bedroht ein neues Unwetter die US-Ostküste. Über dem Atlantik braut sich Meteorologen zufolge ein Sturm zusammen, der ab Mittwoch Regen, starke Windböen und eisige Kälte in die Katastrophengebiete bringen könnte.

New York. Das ist besonders bitter, weil vielerorts die Menschen immer noch ohne Strom auskommen müssen. In New York sind diejenigen Küstenstreifen bedroht, die schon "Sandy" schwer erwischt hat. "Wir werden einige Leute auffordern, in höher gelegene Gebieten zu gehen", sagte Bürgermeister Michael Bloomberg am Dienstag. "Sandy" habe mancherorts die bisherigen Schutzwälle weggeschwemmt, begründete er die Vorsichtsmaßnahme. Parks werden geschlossen, weil Bäume umstürzen und Äste abknicken könnten. Evakuierungen ganzer Stadtviertel wird es jedoch nicht geben. Der neue Sturm soll in seinen Ausmaßen deutlich schwächer sein als "Sandy".

Auch der Nachbarstaat New Jersey bereitet sich vor: Für tiefer gelegene Gebiete in der schon von "Sandy" heimgesuchten Stadt Brick Township gilt ein Evakuierungsbefehl. Bis zum Dienstagabend (Ortszeit) sollen die Menschen ihre Häuser verlassen.

Hunderttausende Menschen lebten in den betroffenen Gebieten auch eine Woche nach "Sandy" weiter ohne Strom oder fließend Wasser. Das gilt auch für Teile der Stadt New York, besonders in der Bronx und in Queens haben viele Haushalte weiterhin keine Elektrizität. "Ich bin unzufrieden mit der Leistung der Energieversorger", sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag. "Sie hätten besser vorbereitet sein müssen. Und sie hätten schneller mit den Reparaturen beginnen müssen."

Auch Benzin war weiter knapp. Ein Grund seien Panikkäufe, sagte Cuomo. "Wir kaufen mehr Benzin, als wir normalerweise kaufen." Viele öffentliche Verkehrsmittel fuhren wieder, allerdings war der Betrieb eingeschränkt und die Bahnen und Busse teilweise stark überfüllt. Auf den Straßen vor allem in Richtung Manhattan bildeten sich kilometerlange Staus.

"Sandy" wirbelte auch die US-Wahl am Dienstag durcheinander: Allein im Bundesstaat New York mussten rund 100 Wahllokale verlegt werden, weil sie überflutet, zerstört oder ohne Strom waren. An manchen Stellen wurden improvisierte Wahl-Zelte aufgestellt. Menschen in besonders schlimm betroffenen Gebieten wurden mit speziellen Shuttles zu Wahllokalen gebracht. In New Jersey durften Menschen, die nach "Sandy" umquartiert werden mussten, per E-Mail oder Fax wählen.

Die Zahl der Toten lag dem Nachrichtensender CNN zufolge allein in den USA weiter bei 110, davon 47 in New York. Zuvor hatte "Sandy" in der Karibik bereits 67 Menschen in den Tod gerissen.

dpa


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