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Eine Mutter soll ihre drei Kinder aus dem zweiten Stock dieses Hauses in Krefeld geworfen haben.

Eine Mutter soll ihre drei Kinder aus dem zweiten Stock dieses Hauses in Krefeld geworfen haben. © Marcel Kusch

Kriminalität

Mutter muss nach Krefelder Kindersturz in Psychiatrie

Nach dem Familiendrama in Krefeld gibt es Hinweise, dass die Mutter wegen einer psychischen Störung vermindert schuldfähig ist. Ein Richter ordnete ihre Einweisung in eine Psychiatrie an. Die Kinder der Frau haben das Drama überlebt.

Krefeld. Nach dem Sturz dreier Kinder aus dem zweiten Stock eines Hauses in Krefeld ist deren Mutter in eine Psychiatrie eingewiesen worden. Die 33-Jährige soll die beiden Jungen und das Mädchen in der Nacht zum Montag aus einem Fenster geworfen haben.

Ein Richter ordnete heute die Unterbringung an. Nach den Hinweisen eines Psychiaters gebe es Zweifel an ihrer Schuldfähigkeit, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Frau schweige zu den Vorwürfen.

Der Zustand ihrer Kinder hat sich inzwischen verbessert: Sie schwebten einen Tag nach der Tat nicht mehr in Lebensgefahr. "Ihr Gesundheitszustand ist stabil", sagte eine Polizeisprecherin. Die Kinder im Alter von drei, fünf und sechs Jahren waren aus sieben bis acht Metern Höhe auf Asphalt gestürzt. Anschließend soll ihre 33-jährige Mutter versucht haben, sich umzubringen.

Ein Radfahrer hatte die schwer verletzten Kinder vor dem Haus entdeckt. Die getrennt von ihrem Mann lebende Frau war nach Angaben der Staatsanwaltschaft alleine in der Wohnung. Der "Bild"-Zeitung zufolge war die alleinerziehende Mutter vor drei Monaten arbeitslos geworden. Die Ermittler bestätigten dies zunächst nicht.

Psychologen hatten hinter der Tat eine schwere Depression vermutet. In ihrer Lebenskrise könne die Frau sich zu einem sogenannten "erweiterten Suizid" entschlossen haben. Derartige Formen der Depression gelten als gut heilbar.

dpa


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