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Vor dem Haupteingang des Olympia-Einkaufszentrums in München wurden an den Tagen nach der Tat von Ali David S. Blumen abgelegt.

Tragödie

Münchner Amokläufer war wohl Rechtsextremist

Der 18-jährige Ali David S, der am 22. Juli neun Menschen und sich selbst tötete, soll stolz darauf gewesen sein, am selben Tag Geburtstag zu haben wie Adolf Hitler. Das schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf ihrem Online-Portal. Er soll, so F.A.Z. online weiter, Türken und Araber gehasst haben.

München. Als Quelle gibt die Zeitung "Sicherheitskreise" an. Nahe Familienangehörige sollen gesagt haben, dass der 18-Jährige stolzer Arier gewesen sei. Gegenüber Türken und Arabern habe er außerdem ein "Höherwertigkeitsgefühl" gehabt. Die Nationalsozialisten erklärten in ihrer Rassenideologie die Deutschen als Arier zu einer überlegenen Menschengruppe, ursprünglich bezeichnete der Begriff Angehörige eines der frühgeschichtlichen Völker mit indogermanischer Sprache in Indien und im Iran.

Alle seine neun Opfer hatten laut F.A.Z. online einen Migrationshintergrund. Drei Jugendliche seien türkischstämmig gewesen, zudem wurde eine 45 Jahre alte Frau getötet, die ebenfalls Türkin gewesen sei. Drei andere Jugendliche - ein Junge und zwei Mädchen - seien Kosovo-Albaner gewesen.

Auch in dem Video, das Ali David S. am Tag des Amoklaufes zeigt, äußerte der junge Deutsch-Iraner sich ausländerfeindlich - "Scheißtürken" rief er seinem Gesprächspartner zu. 

Nach Informationen der F.A.Z. habe sich S. außerdem den rechtsextremen Attentäter Anders Behring Breivik zum Vorbild genommen. S. habe bewusst den fünften Jahrestag von dessen grausamen Anschlags in Oslo und auf der Insel Utoya gewählt, um in München zu töten. Breivik hatte am 22. Juli 2011 77 Menschen umgebracht.

Tobias Welz


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