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Zog die Blicke auf sich: Schauspielerin Cameron Diaz© ap

Hollywood

Mode der Oscar-Stars verrät ungezügelte Lust auf Luxus

Bescheidenheit ist auf dem roten Teppich vor der Oscar-Gala fehl am Platze. Wirtschaftsflaute, Schuldenberge, Sparzwang? Nicht an diesem Abend!

Vor dem Kodak Theater in Hollywood funkelten die Brillanten, die Roben der Stars verrieten ungezügelte Lust auf Luxus. Das Schaulaufen auf dem roten Teppich vor der Oscar-Gala ist inoffiziell die wichtigste Modenschau des Jahres, die edlen Gewänder konkurrierten mit den preisgekrönten Filmen um die Aufmerksamkeit.

Glamour, Glanz und Gloria: Ein wenig wirkte es, als wollten die Schönen von Hollywood mit der goldenen Oscar-Trophäe um die Wette glitzern. Metallisch glänzende Roben waren der Blickfang der Gala-Nacht in Hollywood. Sandra Bullock, Cameron Diaz und Miley Cyrus waren in Gold gewandet. Silbrig schimmerten derweil Nicole Richie, Elizabeth Banks und Kate Winslet, deren Geschmeide aus Tiffany-Smaragden und Diamanten auf 2,5 Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) geschätzt wurde. „Sie sehen ein bisschen so aus wie der Preis, den sie gewinnen wollen“, urteilte der scharfzüngige Hollywood-Blogger Perez Hilton.


Die Stars ließen zudem viel Haut sehen. Weit ausgeschnitten waren die Dekolletees, die Roben ließen die Oberarme oder gleich die ganze Schulterpartie unbedeckt. Pop-Diva Mariah Carey verriet in ihrer Valentino-Kreation mit gefährlich tiefem Dekolletee und Seitenschlitz fast bis hoch an die Hüfte selbstbewusste Weiblichkeit. Massive Karat-Ansammlungen zierten Ohren und Armgelenke: „Diamanten sind die besten Freunde der Frauen“, hauchte Carey auf dem roten Teppich.

Sängerin Jennifer Lopez steckte in einer atemberaubenden schulterfreien Armani-Robe aus roséfarbener Organza-Seide mit kristallbestickter Seitenschleppe. Auch George Clooneys Filmpartnerin Vera Farmiga („Up in the Air“) zählte zu den auffälligsten Erscheinungen des Abends: Ihr rotes Kleid von Marchesa zog durch asymetrische, fächerartig geraffte Stoffbahnen die Blicke auf sich. Überhaupt waren stoffreiche Kreationen mit spektakulärem Faltenwurf gefragt.

Wochenlang bereiten die Hollywood-Lieblinge jedes Jahr ihre Garderobe für die Oscar-Nacht vor, professionelle Stilberater koordinieren die Outfits. Es geht um einiges: Branchenexperten in den USA beziffern den Werbewert für ein Modehaus auf rund eine Million Dollar, wenn ein Star eine seiner Kreationen über den roten Oscar-Teppich trägt. Es halten sich Gerüchte, dass Star-Designer die Hollywood-Schönheiten sogar für die Präsentation ihrer Roben bezahlen.

Nicht immer freilich eignen sich Oscar-Auftritte zum Prestigegewinn. Modische Fehlgriffe gehören zu jeder Gala. Ausgerechnet Stil-Ikone Sarah Jessica Parker („Sex and the City“) wurde am Sonntagabend in den US-Medien weithin für ihr vanillefarbenes Chanel-Kleid gescholten. Die Modekritikerin der „New York Times“, Ruth La Ferla, fand es „sonderbar“. Charlize Theron erschien in einer violetten Robe mit Stoff-Rosetten auf jeder Brust, die ein wenig wie Sahnehäubchen aussahen. „Diese brustfixierte Kleid muss man hassen“, urteilte Perez Hilton.

Ebenfalls gewagt war das fliederfarbene Givenchy-Outfit von „Avatar“-Star Zoe Saldana, das nach unten hin in einer wilden Rüschen-Orgie auslief. Die „Washington Post“ fühlte sich an einen „lila Dinosaurier“ erinnert, die „Los Angeles Times“ an eine „französische Hochzeitstorte“. Auffällig und nach dem ersten Urteil der Experten gelungen war das Kostüm von Jung-Star Gabourey Sidibe, die in dem Sozialdrama „Precious“ einen stark übergewichtigen Teenager spielt. Sie trug ein weit ausgeschnittenes blaues Kleid, dessen Dekolletee von Glitzersteinen eingefasst war.

Die Garderobe der Männer fiel vergleichsweise einförmig aus. Es dominierte der schwarze Smoking - auch Christoph Waltz, der einen Oscar für seine Rolle als SS-Mann in „Inglourious Basterds“ erhielt, trug einen. Am einfachsten dürfte die Wahl des Anzugs wohl dem früheren Star-Designer Tom Ford gefallen sein, der unter die Regisseure gegangen ist („A Single Man“): Er trug einen Anzug der eigenen Marke, ebenso sein oscarnominierter Hauptdarsteller Colin Firth. Der Preis ging allerdings an Jeff Bridges. Der wiederum trug einen Anzug von Fords früherem Arbeitgeber Gucci. afp


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