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Das kann lebensgefährlich sein: Stromklau vom Hochspannungsmast.© ap

Kriminalität

Mit Fleischerhaken und Kabel: Mann zapft bei Hildesheim Oberleitung an

Mit Hilfe eines Fleischerhakens und eines handelsüblichen Kabels hat ein Mann aus dem Kreis Hildesheim monatelang illegal Strom aus einer Oberleitung abgezapft.

„Ich dachte, mich trifft der Schlag, als ich das gehört habe“, sagte Friedrich-Wilhelm Lach, der Geschäftsführer des regionalen Energieversorgers Überlandwerke Leinetal.

Der 36-Jährige machte sich damit nicht nur strafbar, sondern brachte sich auch in Lebensgefahr, berichtete ein Polizeisprecher am Montag und bestätigte einen Bericht der „Alfelder Zeitung“.

Nach Angaben der Beamten hatte das Versorgungsunternehmen dem 36-Jährigen aus Sibbesse den Strom abgestellt, weil er wiederholt die Rechnung nicht bezahlt hatte. Der Mann war jedoch findig: Er nahm daraufhin einen Fleischerhaken aus Metall und verband ihn mit einem Kabel. Den Haken warf er über die Oberleitung. So zapfte er Strom ab und leitete ihn bis zu seinem etwa 150 Meter entfernten Haus.

Der Stromklau war aufgefallen, als ein Mitarbeiter des Versorgungsunternehmens bei einer Routinekontrolle der Leitungen das illegal angebrachte Kabel entdeckte. Der 36-Jährige habe großes Glück gehabt, dass ihm nichts passiert sei, sagte Lach. „Das hätte leicht tödlich enden können.“ Eine derart gefährliche Form von Stromdiebstahl hat es seinen Worten nach in den vergangenen Jahrzehnten in der Region nicht gegeben.

Die Polizei ermittelt gegen den Mann aus Sibbesse jetzt wegen „Entziehung elektrischer Energie“. dpa


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