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Die Schulkinder in Südkorea versuchen sich vor Atemwegserkrankung Mers zu schützen.

Die Schulkinder in Südkorea versuchen sich vor Atemwegserkrankung Mers zu schützen. © Yonhap

Gesundheit

Mers-Ausbruch in Südkorea: Weiterer Toter und neue Fälle

Nach dem Mers-Ausbruch in Südkorea ist ein weiterer Mensch an der Atemwegserkrankung gestorben. Zudem meldete das Gesundheitsministerium am Sonntag drei neue Fälle, nachdem es am Tag zuvor keine Neuerkrankungen gegeben hatte.

Seoul. Am Samstag starb den Angaben zufolge ein 63-jähriger Mers-Patient in der südwestlichen Stadt Jeonju. Damit erhöhte sich die Zahl der Mers-Todesfälle seit Beginn des Ausbruchs vor einem Monat auf 25. Die bisher erfassten Krankheits- und Todesfälle stiegen somit auf 169.

In den vergangenen Tagen gab es Anzeichen für einen Rückgang der Zahl der bestätigten neuen Infizierungsfälle in Südkorea. Allerdings hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehrfach gewarnt, dass sich der Ausbruch noch einige Wochen hinziehen kann. In einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar H. Wieler, Südkorea bekämpfe den Ausbruch intensiv. "Wir gehen davon aus, dass der Ausbruch dort in wenigen Wochen getilgt sein wird."

Nach Angaben der südkoreanischen Behörden waren am Sonntag noch mehr als 4000 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, in Quarantäne. Damit ging ihre Zahl um mehr als 1000 zurück. Die Inkubationszeit - der Zeitraum von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit - wird auf mindestens fünf bis sechs Tage bis maximal zwei Wochen geschätzt.

Diese Woche werde entscheidend sein für den Kampf gegen Mers, zitierte die nationale Nachrichtenagentur Yonhap Premierminister Hwang Kyo Ahn. "Wir müssen in Alarmbereitschaft bleiben, bis wir den Mers-Ausbruch als beendet erklären können", sagte Hwang am Sonntag bei einem Treffen mit Vertretern der Gesundheitsbehörden in Seoul. 

Erster Mers-Patient in dem Land war im Mai ein Mann, der von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war. Mers, das erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen wurde, zählt wie viele Erkältungsviren und auch der Sars-Erreger zu den Coronaviren.

dpa


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