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Flughafen und Metro

Mehrere Explosionen in Brüssel

Am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel haben sich mehrere Explosionen ereignet. Es gab mindestens 26 Tote und mehr als 130 Verletzte. Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde auf die höchste Stufe angehoben worden, wie ein Sprecher von Innenminister Jan Jambon am Dienstag mitteilte.

Brüssel. Nach Angaben von Augenzeugen ereigneten sich am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr zunächst am Flughafen Brüssel-Zaventem kurz nacheinander zwei Explosionen. Augenzeugen wollen zuvor außerdem Schüsse gehört haben. Eine Person habe etwas auf Arabisch gerufen, berichteten mehrere Menschen vor Ort der Nachrichtenagentur Belga.

Detonation im EU-Viertel

Später kam es in einer Metrostation im EU-Viertel von Brüssel zu einer Detonation. Demnach ereignete sich die Explosion in der Station Maelbeek, die nicht weit entfernt vom Gebäude der EU-Kommission liegt. Fernsehbilder zeigten dunklen Rauch aus den U-Bahnschächten aufsteigen. Der Brüsseler Metro-Betreiber Stib unterbrach den Verkehr nach der Explosion auf allen Linien. Nach den Brüsseler Metro-Stationen werden nun auch Tunnel in der belgischen Hauptstadt gesperrt.

Bei dem Anschlag am Flughafen sind elf Menschen getötet und 81 verletzt worden. Das sagte Gesundheitsministerin Maggie De Block, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. In der U-Bahnstation Maelbeek seien "durch eine sehr starke Explosion" nach vorläufigen Erkenntnissen etwa 15 Menschen ums Leben gekommen und 55 weitere wurden verletzt.


Höchste Terrorwarnstufe

Die belgischen Sicherheitsbehörden gehen nach den Explosionen von Terroranschlägen aus. Die Staatsanwaltschaft habe Antiterror-Ermittlungen aufgenommen, berichtete der öffentliche Sender RTBF. Innenminister Jan Jambon setzte die Terrorwarnstufe von drei auf vier. Dies ist die höchste Warnstufe, die zuletzt nach den Terroranschlägen von Paris im November ausgerufen worden war. "Wir verfolgen die Lage Minute für Minute", schrieb Regierungschef Charles Michel auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. "Es gilt absolute Priorität für die Opfer."

Niedersachsen schließt Landesvertretung in Brüssel

Niedersachsen hat nach den Terroranschlägen seine Landesvertretung in Brüssel geschlossen. "Die Staatskanzlei hat heute morgen entschieden, die Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen bis Ende der Woche nach Hause zu schicken", Innenminister Boris Pistorius (SPD). Die Vertretung liegt in der Nähe der U-Bahnstation in der ebenfalls Bomben explodiert sein sollen.
 
Zu den Anschlägen sagte Pistorius: "Der islamistische Terror macht offenbar vor gar nichts Halt." Ob unter den Opfern Niedersachsen sind, war zunächst nicht klar - auch ob die Täter möglicherweise Verbindungen nach Niedersachsen haben, konnte Pistorius noch nicht sagen.

Ministerpräsident Stephan Weil: „Ich bin sehr bestürzt über die Ereignisse in Brüssel, soweit sie bisher bekannt geworden sind. Auch wenn wir noch nichts Konkretes wissen, ist der brutale, unmenschliche Terror wieder einmal nahe an uns herangerückt. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen und bei den Menschen in Brüssel, die jetzt voller Angst zuhause oder in ihren Büros sitzen. Wir denken in besonderer Weise an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der niedersächsischen Landesvertretung.“
 

Schärfere Kontrollen an deutschen Flughäfen

Nach den Explosionen in Brüssel verschärft die Bundespolizei ihre Kontrollen unter anderem am größten deutschen Flughafen in Frankfurt. Man beobachte die Situation sehr genau, sagte Sprecher Christian Altenhofen am Dienstag. Die Beamten würden sensibilisiert und die Streifen in bestimmten Bereichen verstärkt. Nähere Einzelheiten wolle man aus taktischen Gründen nicht nennen. Am Flughafen Hamburg, Berlin und auch Hannover wurden inzwischen Flüge von und nach Brüssel gestrichen. Ebenso wurde der Bahnverkehr von Deutschland nach Brüssel eingestellt.


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