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Das Kokain wurde aufwendig in Holzbriketts verpackt. Die Polizei präsentierte den Fund gestern der Presse.© dpa

Rekord-Drogenfund

Kokain für 40 Millionen Euro sichergestellt

Beim bislang größten Kokainfund in Deutschland haben Fahnder im Hamburger Hafen Kokain im Wert von knapp 40 Millionen Euro sichergestellt. Der Schlag gegen den Drogenhandel war Teil einer seit Ende vergangenen Jahres laufender Ermittlungsaktion gegen eine Tätergruppe, die sich im großen Stil am internationalen Handel mit Kokain beteiligte.

HAMBURG. Sieben verdächtige Männer im Alter von 29 bis 35 Jahren seien festgenommen worden, berichtete die Polizei. Seit Ende 2009 durchsuchten die Fahnder allein in der Hansestadt zwölf Objekte, sieben weitere in Norderstedt sowie in Nordrhein-Westfalen.

Die Fahnder hätten „zunehmend elektrisiert“ auf die Ankunft des Containers gewartet. Als Polizei und Zoll ihn am Montag kontrollierten, fanden sie nicht nur 31 Paletten mit Holzbriketts, sondern stießen auch auf eine, die mit ein bis drei Paketen Kokain pro Karton beladen war. „Das Kokain war sehr professionell verpackt“, berichteten sie. „Die Holzbriketts waren in der Mitte aufgesägt, das Kokain wurde eingebracht und anschließend wurden die Briketts mit Heißkleber verschlossen.“ Unmittelbar nach dem Auffinden erfolgte der Zugriff: Zeitgleich wurden die 19 Objekte durchsucht. An dem Einsatz waren mehr als 200 Beamte beteiligt.

Nach Erkenntnissen der Ermittler wandten die Täter „hohe Energie auf, um ihre Taten zu tarnen“. Sie sandten zwischen November 2009 und März 2010 sechs Container mit 20 Tonnen Holzbriketts nach Hamburg - ohne Beipack von Kokain. Parallel dazu liefen jedoch Vorbereitungen für den Erhalt einer weiteren großen Lieferung.


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