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Geschmackssache: Der Maserati „Quattroporte“ der Treberhilfe Berlin fährt mit der Aufschrift „Rundfahrten durch das soziale Berlin“ durch die Straßen der Hauptstadt.© dpa

Obdachlosenhilfe

Kein Prozess zu Maserati-Dienstwagen

Der Prozess um den umstrittenen Maserati der Berliner Treberhilfe fällt aus. Die Sozial-Organisation hat ihre Klage zurückgenommen.

Berlin. Ursprünglich sollte am Mittwoch verhandelt werden. Die Treberhilfe, die sich um Obdachlose und arme Menschen kümmert, wollte erreichen, dass für den Maserati kein Fahrtenbuch geführt werden muss.

Dies hatten die Behörden angeordnet, nachdem das Auto im Vorjahr mit zu hoher Geschwindigkeit in Mecklenburg-Vorpommern geblitzt worden war und der Fahrer nicht eindeutig ermittelt werden konnte. Die Dienstwagen-Affäre kam durch den angekündigten Prozess ans Licht.

Treberhilfe-Geschäftsführer Harald Ehlert hatte am Montag nach massiver öffentlicher Kritik angekündigt, den Maserati nicht mehr als Dienstwagen zu fahren. Der Luxus-Wagen solle aber nicht abgeschafft, sondern für Rundfahrten zu sozialen Einrichtungen in der Hauptstadt vermietet werden. Zuvor hatte er die Nutzung des teuren Wagens verteidigt.

Das Diakonische Werk, unter dessen Dach die Treberhilfe arbeitet, verlangt hingegen einen Verkauf des Wagen. Alles andere sei eine Verlegenheitslösung, hatte Vorstand Thomas Dane erklärt. Am heutigen Dienstagnachmittag (14.00) wollte die Diakonie auf einer Pressekonferenz zu dem Fall Stellung nehmen.

Treberhilfe-Geschäftsführer Ehlert bekräftigte noch am Montag: „Ich bin dagegen, dass die soziale Wirtschaft sich in Sack und Asche kleiden muss.“ Mit der Klage-Rücknahme muss nun für den Maserati ein Fahrtenbuch geführt werden. dpa


Maserati fährt bald Touristen durch Berlin Der Geschäftsführer der Berliner Treberhilfe, Harald Ehlert, will den umstrittenen Maserati nicht mehr als Dienstwagen fahren. Der Luxus-Wagen der sozialen Organisation solle aber nicht abgeschafft, sondern für Rundfahrten zu sozialen Einrichtungen in der Hauptstadt vermietet werden, sagte Ehlert. So soll er dabein helfen, zusätzliches Geld für die Projekte der Treberhilfe zu sammeln. mehr
Diakonie: Maserati für Hilfsorganisation ethisch verwerflich Die Berliner Diakonie hat sich deutlich vom Maserati fahrenden Geschäftsführer der Hilfsorganisation Treberhilfe, Harald Ehlert, distanziert. mehr
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